• Facebook
  • Twitter

Beierlorzer nach Pokalaus frustriert: "Eine bodenlose Enttäuschung"

 

Für den SSV Jahn Regensburg ist bereits in der ersten Runde des DFB-Pokals Schluss: Der Zweitligist schaffte es bei der BSG Chemie Leipzig nicht, die eigene Führung in einen Sieg zu verwandeln.

Ein Treffer bleibt zu wenig

Flanke Albion Vrenezi, Volleyabnahme Julian Derstroff – 1:0 in der 20. Minute. Eigentlich schien der SSV Jahn auf Kurs: Nach einer konzentrierten Anfangsphase machte der Favorit den ersten Treffer gegen den Oberligisten BSG Chemie Leipzig. Das Problem: Es blieb der einzige des Teams von Trainer Achim Beierlorzer. Chemie hingegen traf noch zwei Mal und schoss den Zweitligisten damit aus dem Wettbewerb. Für den Coach ein Desaster: "Für uns ist das natürlich eine bodenlose Enttäuschung", so Beierlorzer auf der Pressekonferenz im Anschluss des Spiels: "Das ist brutal, das ist enttäuschend für uns, weil wir jetzt merken, dass wir nicht die individuelle Qualität haben, so ein Spiel zu dominieren und uns viel mehr Torchancen herauszuspielen."

Chemie schlägt zurück

Tatsächlich ließ die Jahn-Elf in Folge des eigenen Treffers eher nach, was Chemie dazu motivierte, selbst offensiver zu agieren. Und plötzlich fiel der Ausgleich: "Wir haben das Spiel eigentlich ganz gut kontrolliert, in der zweiten Hälfte aber letztlich zu wenig Torchancen kreiert. Und dann kommt natürlich die Minute, in der das 1:1 fällt. Was soll ich sagen, so ist halt der Pokal", beschrieb Beierlorzer, der beim Gegentreffer auch ein Versagen des Schiedsrichtergespanns sah: "Ein klares Foul an unserem Rechtsverteidiger, der Stürmer nimmt den Ball und trifft. Der Schiedsrichter sieht es nicht so und das Spiel ist auf Null gedreht."

Jahn kriegt sein Spiel nicht auf den Platz

Die Schuld an dem frühen Aus wollte er dem Unparteiischen allerdings nicht geben: "Wir hatten Probleme unsere Stärken, unsere Individualität ins Spiel zu bringen, das haben wir alles nicht geschafft." Folgerichtig schaffte es die Mannschaft gegen stark verteidigende Leipziger nicht nochmal ins Spiel zurück und schied somit aus dem Pokal aus. Hat das Konsequenzen für die Liga? "Es ist natürlich schwierig, einen tief stehenden Gegner zu bespielen. Das ist sicherlich keine unserer Stärken. Doch wir müssen uns auch fragen: Wie oft wird das passieren in der 2. Liga?"