Sanwald sieht keine Sonderrolle beim Profifußball

In der 1. und 2. Bundesliga wird eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs anvisiert, was teilweise mit viel Kritik aufgenommen wird. Der Vorstandsvorsitzende des FC Heidenheim Holger Sanwald kann die allerdings nur bedingt nachvollziehen.

Sanwald: "Müssen langsam in die Normalität zurückfinden"

Gegenüber dem "Kicker" erklärte Sanwald, dass der Fußball an sich keine Sonderrolle den "normalen Bürgern" gegenüber einnehmen würde. Das wolle man nicht und habe das auch aufgezeigt: "Wenn es jetzt keine Testkapazitäten gäbe, dann würden wir diese auch nicht in Anspruch nehmen."

Die DFL hatte im Laufe des Donnerstags bestätigt, dass Fußballer der 1. und 2. Bundesliga noch vor der Wiederaufnahme des Mannschaftstrainings getestet werden wollen - jeweils zwei Mal. So sollen Ansteckungen im Training verhindert werden. Auch im Statement der DFL wurde darauf verwiesen, dass die Labore bestätigt hätten, dass Testkapazitäten ausreichend vorhanden seien.

Sanwald sieht den Profifußball in einer Situation wie andere Unternehmen: "Wir müssen langsam in die Normalität zurückfinden. Es ist gewährleistet, dass jeder Mensch, der einen Test braucht, einen bekommt und nicht durch den Profifußball behindert wird." Darüber hinaus sei eine ausbleibende Wiederaufnahme ein großes Problem für die Vereine: Beim FCH etwa würden die Fernsehgelder die Hälfte des Etats ausmachen. Die Existenz des FCH sei bedroht, wenn der Spielbetrieb nicht wieder aufgenommen werden könne.

Im April hatte der 1. FC Heidenheim aus diesem Grunde Kurzarbeit angemeldet. Arbeitsplätze von rund 400 Beschäftigten sollen so gesichert werden.

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