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Bericht: Werder will im Poker um Anfang nachbessern

© IMAGO / Jan Huebner

Als "Frechheit" bezeichnete der SV Darmstadt 98 die von Werder Bremen gebotene Ablösesumme von 200.000 Euro für Cheftrainer Markus Anfang. Das Thema ist damit allerdings – wie zu erwarten – noch nicht vom Tisch. Der Bundesliga-Absteiger will jetzt finanziell nachbessern, um den Coach vom künftigen Liga-Konkurrenten doch noch zu bekommen.

Forderung über einer Million?

Wohin führt dieser Trainer-Poker? Diese Frage müssen sich mittlerweile alle Beteiligten stellen, doch die Antwort ist genauso schnell gegeben: Markus Anfang wird wohl künftig den SV Werder Bremen coachen. Wenn sich beide Klubs auf die Ablösesumme einigen.

Wie die Bremer "DeichStube" berichtet, soll der SVW zur Nachbesserung bereit sein – allerdings wird der Ex-Bundesligist wohl kaum eine Summe über einer Million Euro zahlen, die Darmstadt jetzt für Anfang fordern soll. Denkbar ist eher, dass sich die Parteien irgendwo in der branchenüblichen Mitte der 2. Bundesliga treffen werden. Sofern es die verhärteten Fronten zulassen.

Anfang lehnt Verlängerung ab

Denn die Vorgehensweise der Bremer wurde in Darmstadt "ausgesprochen irritiert" aufgenommen. Offensichtlich plant aber auch Anfang seine Zukunft schon länger nicht bei den Lilien. Nach Angaben des Berichts habe der 46-Jährige zuvor eine Verlängerung seines Vertrages, der noch bis 2022 läuft, abgelehnt. Das wiederum dürfte den Preis für die Bremer drücken.

Auffällig ist auch, dass Anfang nicht nur beim Bundesliga-Absteiger auf dem Zettel stand. Auch Fortuna Düsseldorf, welches sich jedoch für Christian Preußer entschied, hatte den gebürtigen Kölner wohl auf der Liste. Vor einer Woche hatte SVD-Präsident Rüdiger Fritsch einen Abgang seines Coaches noch ausgeschlossen. Dann wurde sich Anfang mit Bremen einig.