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Bielefeld übt Selbstkritik: "Ein absolut katastrophales Spiel"

Eigentlich lief es für den DSC Arminia Bielefeld in der Ferne zuletzt ziemlich gut: Drei Siege und drei Unentschieden standen aus den letzten sechs Auswärtsspielen zu Buche. Doch gegen den 1. FC Köln kamen die Ostwestfalen mit 5:1 unter die Räder – die Mannschaft zeigte sich selbstkritisch.

"Wie das Kaninchen vor der Schlange"

Am Ende einer für Arminia Bielefeld äußerst unglücklichen Partie blieb Trainer Uwe Neuhaus nur noch, dem Gegner zum Sieg zu gratulieren: "Glückwunsch an Köln. Das war hochverdient. Sie haben das sehr gut gemacht und wir sehr schlecht." Die Mannschaft habe zu keiner Zeit umsetzen können, was sie sich vorgenommen hatte: "Wir haben gespielt wie das Kaninchen vor der Schlange."

Und tatsächlich: Der Tabellenführer hatte zu großen Teilen der Partie leichtes Spiel mit den Gästen aus Bielefeld. Zu wenig zielstrebig zeigte sich die Offensive, zu anfällig die Defensive: "Wir sind von der ersten Minute an nicht ins Spiel gekommen. Als Team sind wir schlecht angelaufen, wodurch Köln gerade im Mittelfeld sehr viel Platz hatte. Das konnten wir in der Defensive dann nicht mehr auffangen", urteilte Fabian Klos gegenüber der Vereinswebsite: "Köln hat von uns sehr viel Chancen und Gelegenheiten bekommen, die sie genutzt haben. Es gibt einfach so beschissene Tage."

Klos warnt vor Negativlauf

Dominick Drexler, Jhon Cordoba und vor allem Dreifachtorschütze Simon Terodde ließen keinen Zweifel daran aufkommen, wer am Ende als Sieger vom Platz gehen würde – daran änderte auch Andreas Voglsammers Ehrentreffer zum zwischenzeitlichen 4:1 nichts. Dass es gegen den Tabellenführer nicht einfach werden würde, war von vornherein klar. Doch die Art und Weise der Niederlage bot nur wenig Positives, was man aus der Partie mitnehmen könnte: "Das war heute nicht gut genug. Vor allen Dingen nicht gegen eine Mannschaft wie den 1.FC Köln. Wir wissen, dass wir ein absolut katastrophales Spiel abgeliefert haben und das müssen wir analysieren", bilanzierte Reinhold Yabo. Stefan Ortega Moreno stieß in das selbe Horn: "Ich kann nicht verstehen, warum wir so ängstlich aufgetreten sind. So ein Spiel gibt es, aber einfach zu sagen: ‚Kann mal vorkommen’, geht auch nicht."

Nun gilt es, schnellstmöglich wieder in die Spur zu kommen. Am besten schon im nächsten Heimspiel gegen den VfL Bochum: "Wir haben jetzt im Heimspiel die Chance, das wieder gut zu machen. Gerade, weil so viele Fans mitgefahren sind und eine geniale Stimmung gemacht haben", so Ortega Moreno. Fabian Klos sah das ähnlich: "Es ist sehr wichtig, dass wir uns durch die heutige Niederlage nicht in einen Negativlauf begeben. Das Heimspiel gegen Bochum ist daher von hoher Bedeutung – auch für die Fans und das habe ich der Mannschaft auf dem Platz gerade noch gesagt."