"Bis heute kein Angebot": Enttäuschter Kittel erklärt HSV-Ende

Nach vier Jahren trennen sich die Wege von Sonny Kittel und dem Hamburger SV. Der Offensivspieler erklärte bei Instagram den Abschied und zeigte sich auch enttäuscht vom Vorgehen des Klubs.

"Zukunftsängste und Sorgen entwickelt"

Im Sommer 2019 kam Kittel vom FC Ingolstadt zu den Hamburgern. In 140 Pflichtspielen gelangen ihm 36 Tore und 40 Vorlagen. Da sein auslaufender Vertrag nicht verlängert wird, verabschiedete sich Kittel zum bei Instagram. "Ich habe schon vor knapp zwei Jahren den Verantwortlichen des Vereins deutlich signalisiert, dass ich mich sehr wohl im Verein und in Hamburg fühle und mir wünschen würde, länger zu bleiben", schrieb der 30-jährige offensive Mittelfeldspieler.

Ihm sei "immer wieder angedeutet" worden, dass sich der Klub "zeitnah" mit ihm zusammensetzen wolle, "nur leider gab es bis heute kein Angebot", zeigte sich der gebürtige Gießener, der einst das Trikot der deutschen U20-Nationalmannschaft trug. "Wer sich mehr oder weniger mit meinem Werdegang auseinandergesetzt hat, weiß, dass ich in der Vergangenheit mit mehreren Rückschlägen zu kämpfen hatte und sich damit verbundene Zukunftsängste und Sorgen entwickelt haben."

Angebote aus dem Ausland gehabt

Damit meint er zwei Kreuzbandrisse und auch lange Ausfallzeiten wegen Knorpelschäden, die ihn jeweils Monate zum Zuschauern zwangen. In seiner Zeit beim HSV zeigte sich sein Körper aber widerstandsfähig. Doch auch 31 Einsätze in der Saison, plus zwei Einsätze in Pokal und der Relegation führten nicht dazu, dass sich die HSV-Bosse mit dem Kreativspieler zusammensetzten.

Da sich ein Ende andeutete, liebäugelte Kittel zuletzt auch mit Angeboten aus den USA (DC United) und Saudi-Arabien (Al-Fateh), die im vergangenen Sommer und Winter eintrudelten. Doch die Transfers scheiterten. "Deswegen war immer mein Ziel frühzeitig für mich und meine Familie Gewissheit zu haben, wie es weitergeht", so der Profi. "Genau aus den genannten Gründen musste ich mich auch in den letzten Transferphasen mehr mit den vorhandenen Anfragen beschäftigen. Natürlich haben eine lange Laufzeit und die finanzielle Absicherung eine relevante Rolle gespielt. Trotzdem habe ich immer mit viel Herz und Leidenschaft versucht dem Team zu helfen, um unser gemeinsames Ziel zu erreichen.“

Das klappte nicht. Der HSV nimmt nun den sechsten Anlauf, um endlich aufzusteigen. Nun aber ohne Kittel.

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