Boyd rassistisch beleidigt: Hansa Rostock entschuldigt sich

Beim Auswärtsspiel in Rostock ist Lauterns Terrence Boyd am Freitagabend von einem Hansa-Fan rassistisch beleidigt worden. Die Kogge entschuldigte sich nun dafür beim FCK und dem Stürmer.

Fan rief "Scheiß Kanacke"

Boyd hatte gerade das 2:0 erzielt, als ein Hansa-Fan - über die TV-Außenmikrofone gut hörbar (Video ab Minute 3:43) - "Scheiß Kanacke" in Richtung des US-Amerikaners rief. Wie Boyd am Samstagabend via Twitter berichtete, habe ihn Rostocks Vorstandsvorsitzender Robert Marien nach der Partie angerufen und "sich für die Ausschweifung eines Fans" im Namen von Hansa Rostock entschuldigt. "Vielen Dank dafür", schrieb Boyd.

"Ich habe ihm gesagt, bei der Fangewalt kann es immer mal sein, dass vereinzelt Menschen/Aktionen dabei sind, die nicht für die Werte des Clubs stehen." Es sei immer einfacher zu zerstören als aufzubauen. "Sowas ist schwer zu verhindern bei Tausenden Besuchern und kann überall passieren. Für mich ist die Sache damit gegessen und wünsche Hansa Rostock weiterhin alles Gute."

"Unserem Verein unwürdig"

Am Sonntagvormittag äußerte sich Hansa zudem in einer Stellungnahme zu dem Vorfall und stellte "nochmals deutlich" klar, "dass wir keine Beschimpfungen und Beleidigung dieser Art dulden und ein solches Verhalten entsprechende Konsequenzen haben wird". Bei aller sportlichen Rivalität, Emotionalität und in diesem konkreten Fall auch Enttäuschung über die Niederlage gebe es Grenzen, an die sich jeder Besucher des Ostseestadions zu halten habe.

"Einen gegnerischen Spieler verbal anzugreifen und persönlich zu beleidigen, ist nicht nur respektlos und inakzeptabel, sondern auch unserem Verein unwürdig." Der F.C. Hansa befinde sich bereits im Prozesse der Aufarbeitung und werde zu dem Vorfall am Montag auch noch einmal in den Dialog mit seinen Fanvetretern gehen. Durchaus möglich, dass der Vorfall ein Nachspiel haben und eine Geldstrafe des DFB nach sich ziehen wird - zumal die Äußerung gut hörbar war.

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