Braunschweig: Drei Spiel ohne Sieg, dennoch ein "gewonnener Punkt"
Im Auswärtsspiel beim VfL Bochum erreichte Eintracht Braunschweig am Freitagabend ein 1:1. Dominick Kumbela brachte die Gäste in der 68. Minute in Führung. Sechs Minuten vor Ende musste der Tabellenführer den Ausgleich durch Bochums Mittelfeldspieler Nils Quaschner hinnehmen.
Das Unentschieden bewertete Braunschweigs Trainer Torsten Lieberknecht ganz klar als „gewonnenen Punkt“. Das kann man so sehen, angesichts der beeindruckenden Heimbilanz des VfL, der zum achtzehnten Mal hintereinander vor eigenem Publikum unbesiegt blieb.
Hernandez in starker Form
Sucht man das Haar in der Suppe, könnte man konstatieren, dass es der Eintracht abermals nicht gelang, eine Führung in einen Sieg umzumünzen. Wie zuletzt schon gegen Dresden (2:3 nach 2:0) und Hannover (2:2 nach 2:0) sprang im Ruhrstadion nach dem 1:0 von Kumbela erneut kein Dreier heraus. Nur zwei Punkte aus drei Spielen – das Polster an der Spitze wird dünner.
Vorbereitet hatte den Treffer Onel Hernandez – und damit ist man bei den derzeit positiven Dingen bei den Blau-Gelben. Der Flügelstürmer ist aktuell der formstärkste Spieler der Braunschweiger. In seinen 13 Einsätzen erzielte Hernandez bereits vier Treffer und bereitete neben dem Tor in Bochum ein weiteres vor. Der vor der Saison vom VfL Wolfsburg II gekommene 23-Jährige stellt damit ein wenig seinen Konterpart auf der anderen Außenbahn, Selim Khelifi, in den Schatten. Von Hernandez' guter Form profitiert nicht zuletzt auch Stoßstürmer Kumbela, der in dieser Spielzeit wieder zu einem verlässlichen Torjäger avanciert ist und in Bochum bereits zum achten Mal einnetzte. Sein Fazit: „Die Bochumer haben uns das Leben schwer gemacht.“
Fejzic: "Punkteteilung in Ordnung"
Einen starken Eindruck im Ruhrpott hinterließ auch Eintrachts Torhüter Jasmin Fejzic. Bis kurz vor Schluss hielt er die Führung mit einigen hervorragenden Paraden fest. Beim Gegentreffer sah man im Lager der Gäste zudem ein Foulspiel am eigenen Schlussmann. Auch Fejzic selbst kam zu dieser Einschätzung, zeigte sich aber nach dem Match besonnen: „Wenn man sich den kompletten Spielverlauf anschaut, geht die Punkteteilung in Ordnung.“
Am kommenden Wochenende steht das Löwenduell auf dem Programm. Am Sonntag stellt sich der TSV 1860 München in Niedersachsen vor. Der Trainer hat bereits die Marschroute ausgegeben: „Die Jungs erhalten jetzt zwei freie Tage zur Regeneration und dann geht es in den Endspurt dieses Fußballjahres.“