Braunschweig: Ein unbefriedigender Punktgewinn
Im letzten Pflichtspiel des Jahres kam Eintracht Braunschweig im Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern zu einem 1:1. Jan Hochscheidt brachte die Hausherren nach einer halben Stunde mit 1:0 in Führung. Den Endstand besorgte Antonio-Mirko Colak in der 75. Minute.
Wie schon im Hinspiel trennte sich die Eintracht von den Pfälzern mit einem Remis. War das 0:0 am Betzenberg noch glücklich zustande gekommen, so war der Punkt am Spielverlauf gemessen diesmal eindeutig zu wenig für die Niedersachsen. Vor allem in den ersten 45 Minuten vergab Braunschweig Chance um Chance – teilweise höchst fahrlässig. Wie so oft, rächte sich das Auslassen der Tormöglichkeiten und mündete im Unentschieden.
Pech mit einer Schiedsrichter-Entscheidung kam Anfang der zweiten Halbzeit hinzu. Wie schon am Mittwoch im Pokalspiel in Stuttgart wurde der Eintracht ein Foul-Elfmeter versagt. Schiedsrichter Thomsen ahndete eine Grätsche gegen Orhan Ademi nicht. Die Bilder zeigten, dass der Stürmer klar getroffen wurde. Allerdings hätte die Partie zu diesem Zeitpunkt bereits zu Gunsten der Heimelf entschieden sein müssen. So sah es auch Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht: „Das Spiel müssen wir nach der ersten Halbzeit zu unseren Gunsten entschieden haben.“
Lieberknecht ist stolz auf die Fans
Ein Sieg hätte aus Braunschweiger Sich zweifellos in den Rahmen dieser Partie gepasst. Anlässlich des 120-jährigen Vereinsjubiläums in der vergangenen Woche hatten die Fans eine eindrucksvolle Choreographie präsentiert, von der auch der Trainer angetan war: „Es macht mich stolz, was die Fans hier auf die Beine gestellt haben. Die Choreo hat gezeigt, welche Emotionalität dieser Verein mit sich bringt.“
Nach dem unglücklichen Aus im Pokal am Mittwoch in Stuttgart und den beiden verschenkten Punkten gegen den FCK geht die Eintracht mit einem weniger guten Gefühl in die Winterpause. Dennoch ist Lieberknecht froh über die längere Auszeit. „Die letzten Wochen waren physisch sehr anspruchsvoll. Da ist es schon extrem wichtig, dass die Spieler jetzt mal etwas zur Ruhe kommen.“ Die Aussicht auf das erste Spiel im neuen Jahr dürfte die Stimmung im Lager der Eintracht dennoch nicht unbedingt aufhellen. Am 7. Februar müssen die Blau-Gelben bei Tabellenführer RB Leipzig antreten.
Auf diesen hat der BTSV inzwischen 12 Punkte Rückstand. Dennoch hegt man weiterhin Hoffnungen im Rennen um einen direkten Aufstiegsplatz, der zur Winterpause neun Punkte entfernt liegt. „Wir haben jetzt zwei Wochen um abzuschalten. Die Liga ist eng, es ist weiterhin alles drin“, glaubt Mittelfeldspieler Adam Matuschyk an die Chance auf die Top 3. Dafür müssen er und seine Kollegen allerdings die Chancenverwertung erheblich verbessern.