Braunschweig: „Glücklicher Punkt“ in Heidenheim

Vom Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim kehrte Eintracht Braunschweig mit einem Punkt zurück nach Niedersachsen. Für die Heimelf traf Stürmer Tim Kleindienst (27.). Für das Tor auf Seiten der Gäste war wieder einmal Torjäger Dominick Kumbela verantwortlich (76.), der bereits sein sechstes Saisontor erzielte. Nach Schlusspfiff musste Trainer Torsten Lieberknecht unumwunden zugeben, dass „wir hier einen glücklichen Punkt mitnehmen“.

Glücklich deshalb, weil „die Chance zum 2:0 durch Heidenheim durchaus da war“, erklärte der Coach am Mikrofon von TV-Sender "Sky". Tatsächlich hatte der Spitzenreiter vor allem in Halbzeit eins große Probleme mit den Gastgebern und lieferte selbst wohl die bisher schwächste Saisonleistung ab. Manager Marc Arnold stellte fest: „Die Heidenheimer sind nicht ganz unverdient in Führung gegangen. Wir hatten uns dann etwas den Schneid abkaufen lassen.“

Dass es letztlich nicht zu einer Niederlage kam, schrieb Lieberknecht vor allem seinen beiden Einwechselspielern zu, die er rund 20 Minuten vor Ende als Doppelpack auf das Feld schickte – Hendrick Zuck und Onel Hernandez. Vor allem Letzterer war maßgeblich am Ausgleich durch Kumbela beteiligt, in dem er seinem Torjäger den Ball perfekt auf den Kopf flankte. „Sie haben das Spiel gedreht“, war der Coach zufrieden und unterstrich, „wie wichtig es ist, von der Bank mit Qualität nachzulegen.“

Lieberknecht: Effektivität ist auch eine Stärke

Obwohl Heidenheim die Partie über weite Strecken dominierte, wendete der Tabellenführer die zweite Saisonniederlage ab. Schlecht gespielt und trotzdem etwas Zählbares mitgenommen. Das schaffen in der Regel nur die Spitzenmannschaften. „Wir waren sehr effektiv und haben aus wenigen Chancen das Tor gemacht. Das ist auch eine Stärke“, bilanzierte der 43-jährige Übungsleiter, auch wenn er sein Team trotz des zweitbesten Saisonstarts in der Braunschweiger Zweitliga-Geschichte noch nicht als Spitzenteam sieht.

Ein Wermutstropfen war, dass Kapitän Marcel Correia nach seinem Comeback in der vergangenen Woche, erneut einen Rückschlag erlitt und aufgrund muskulärer Probleme kurzfristig passen musste. Immerhin hat der Abwehrspieler nun ein paar Tage Zeit, sich auszukurieren. Denn: Der Eintracht steht nun eine mehr als zweiwöchige Pflichtspielpause bevor. Erst am Montag (17.10.) nach der Länderspielpause nimmt Braunschweig gemeinsam mit dem 1. FC Kaiserslautern als letztes Team den Spielbetrieb wieder auf.

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