Braunschweig kann es noch: Erster Sieg im neuen Jahr
Im fünften Spiel nach der Winterpause hat es endlich wieder geklappt. Beim SV Sandhausen fuhr Eintracht Braunschweig den ersten Sieg im neuen Jahr ein. Für das einzige Tor des Tages beim knappen 1:0-Erfolg war Mirko Boland verantwortlich (71.).
Ein dreckiger Sieg
Seit dem 11. Dezember 2016 und dem 3:2 gegen Arminia Bielefeld hatte Eintracht Braunschweig kein Ligaspiel mehr gewonnen. Nun war es wieder soweit – und das ausgerechnet auswärts, wo der BTSV bislang in der gesamten Saison so selten zu überzeugen wusste. Vor dem Spiel hatte Torsten Lieberknecht noch verkündet, dass er angesichts von zuletzt fünf sieglosen Spielen in Folge auch mit einem "schmutzigen Sieg" zufrieden sein würde. Genau den bekam der Coach von seinem Team. Das sah auch Mittelfeldmann Hendrick Zuck so, der nachher von einem "Kampfspiel mit dem glücklicheren Ende für uns" sprach. Er meinte: "Es war ein dreckiger Sieg und den haben wir auch gebraucht.“
Lieberknecht "total erleichtert"
Es kam ob der zunehmenden Kritik der vergangen Tage und Wochen nicht auf das „wie“ an. Es zählte für die Blau-Gelben einzig und allein der Sieg. Für spielerische Glanzpunkte blieb wenig Raum. Und die bekamen die knapp 5.000 Zuschauer im Hardtwaldstadion auch nicht zu sehen. "Wir sind nach dem Sieg total erleichtert. Ich habe heute eine Mannschaft gesehen, die sich komplett verausgabt hat", war Lieberknecht erleichtert. Das was in den letzten beiden Partien nicht gelang, nämlich eine 1:0-Führung über die Zeit zu bringen, schafften die Löwen in Sandhausen. Kassierte man gegen Nürnberg und Aue noch den Ausgleich, reichte diesmal das erste Saisontor von Boland für den lang ersehnten Erfolg, der die Braunschweiger weiter im Rennen um die Aufstiegsplätze hält.
Topspiel steht vor der Tür
Zu einem schmutzigen Sieg braucht man auch einen Torhüter in Topform. Denn Chancen ließen die Gäste einige zu. Doch erstmals in der Rückrunde schaffte es Braunschweig ein Spiel ohne Gegentor zu beenden. Der Trainer sah dafür einen Hauptverantwortlichen: "Wir hatten mit Jasmin Fejzic heute einen Weltklasse-Torwart. Gewonnen und zu Null, das stärkt auf jeden Fall das Selbstvertrauen", meinte der Schlussmann. Selbstvertrauen, das sie in Braunschweig dringend brauchen, denn am nächsten Spieltag wartet auf die Eintracht ein echtes Topspiel. Am Montag um 20:15 Uhr stellt sich Spitzenreiter VfB Stuttgart an der Hamburger Straße vor. Auch dann wäre ein Fejzic in Sandhausen-Form hilfreich.