Braunschweig lässt große Chance im Aufstiegsrennen liegen
Eintracht Braunschweig hat es durch das 2:2 beim Karlsruher SC verpasst, näher an den Relegationsrang heranzurücken. Trotz zweimaliger Führung und halbstündiger Überzahl – Karlsruhes Ylli Sallahi hatte nach einem Foulspiel Gelb-Rot gesehen – schafften es die Niedersachsen nicht, die drei Punkte aus dem Wildpark zu entführen. Für die Tore waren Torres (29. per Handelfmeter) und Diamantakos (65.) auf Seiten der Hausherren sowie Mirko Boland (22.) und Saulo Decarli (47.) bei den Gästen verantwortlich.
„Wir sind weltweit sicherlich nicht die erste Mannschaft gewesen, die in Überzahl noch ein Gegentor kassiert“, sagte Trainer Torsten Lieberknecht. Dennoch dürfte ihm nicht gefallen haben, wie seine Mannschaft vor allem in der Schlussphase noch unter Druck geraten ist. Dort hätte der KSC mit mehreren gefährlichen Kontern nämlich die Partie komplett drehen können. "Ich bin eigentlich gar nicht so unzufrieden, das wäre ich gewesen, wenn wir noch verloren hätten“, meinte Lieberknecht. Fakt ist jedoch auch, dass der BTSV ein gute Chance verstreichen ließ, um Punkte auf die an diesem Wochenende schwächelnde Konkurrenz aus Nürnberg, St. Pauli und Bochum gutzumachen.
Das Verhalten in Überzahl war jedoch nicht eines Spitzenteams würdig. „In den letzten zehn Minuten war es ein vogelwildes Spiel. Wir konnten keine ganz klaren Torchancen mehr herausspielen und haben hinten noch etwas Glück gehabt“, bilanzierte Jan Hochscheidt treffend. Sein Trainer stieß ins gleich Horn: „Wir haben dem Gegner einen offenen Schlagabtausch angeboten und wären dafür am Ende fast noch bestraft worden.“
Abhandengekommene Auswärtsstärke
Was außerdem zu denken gibt: Die anfängliche Auswärtsstärke der Eintracht, als man zu Saisonbeginn drei Siege und ein Remis auf fremden Plätzen einfuhr, ohne dabei auch nur ein Gegentor zu kassieren, hat sich verflüchtigt. Aus den letzten sieben Auswärtsspielen in der Liga sprang nur noch ein einziger Sieg heraus (im Dezember in Sandhausen) – bei vier Niederlagen und zwei Unentschieden.
Um die Aufstiegshoffnungen nach zuletzt vier Punkten aus drei Spielen nicht weiter schwinden zu lassen, ist am kommenden 23. Spieltag ein Heimsieg für die Löwen gegen den FSV Frankfurt Pflicht.