Braunschweig: Lieberknecht tobt nach spätem Ausgleich
Im Topspiel des 30. Spieltags am Montagabend trennten sich Eintracht Braunschweig und Spitzenreiter SC 2:2. Den Ausgleich mussten die Gastgeber erst in der allerletzten Minute durch SC-Verteidiger Marc Oliver Kempf hinnehmen. Zuvor schossen Gerrit Holtmann (54.) und Ken Reichel (57.) eine 2:0-Führung für die Hausherren heraus, ehe Gästestürmer Nils Petersen zum Anschluss traf (70.).
Entsprechend bedient ob des Last-Minute-Ausgleichs zeigte man sich im Lager der Gastgeber. Braunschweigs Sportdirektor Marc Arnold analysierte am Sky-Mikrofon: „Es war ein hochklassiges Zweitligaspiel, das eigentlich an uns hätte gehen müssen. Aufgrund der Chancen die wir uns erspielten, hätten wir den Sieg verdient gehabt. Ärgerlich und unglücklich aus Eintracht-Sicht, da ihr bester Rückrunden-Auftritt nicht mit drei Punkten belohnt wurde.
So sah es auch Torsten Lieberknecht: "Es ist bitter, weil wir ein sensationelles Spiel abgeliefert haben.“ Ziemlich außer sich war der Coach nach Schlusspfiff, da der Ausgleich in der 94. Minute fiel, obwohl nur drei Minuten Nachspielzeit angezeigt wurden. Abwehrmann Niko Kijewski sagte zur Situation: „Meiner Meinung nach hätte das Spiel schon abgepfiffen sein müssen."
Kurz vor dem späten Ausgleichstreffer, der nach einer Ecke entstand, missfiel dem Braunschweiger Übungsleiter, dass der Gast einen Freistoß einige Meter vom Tatort entfernt ausführen durfte. Zu allem Übel verletzte sich auch noch die beiden Torschützen Reichel und Holtmann, die beide angeschlagen das Feld vorzeitig verlassen mussten.
Obwohl für die Eintracht in der Tabelle weder nach oben noch nach unten etwas geht, war der Frust bei den Blau-Gelben groß. Schließlich hätte man gegen den Liga-Primus einen Achtungserfolg feiern können. Außerdem gaben die Niedersachsen erneut eine 2:0-Führung aus der Hand, was ihnen zuletzt schon in Heidenheim passierte.
Dennoch hielt Lieberknecht fest: „Es war eine sehenswerte Partie für alle Beteiligten. Wir wollen uns in Zukunft für solche Spiele belohnen.“ Die erste Gelegenheit dazu hat seine Elf am kommenden Spieltag, wenn das Löwenduell in München ansteht und die Eintracht bei 1860 zu Gast ist. Anpfiff ist am Sonntag um 13:30 Uhr.