Braunschweig: Niemandsland statt Aufstiegsrennen

Gegen den Tabellenletzten MSV Duisburg kam Eintracht Braunschweig im Heimspiel am Sonntag nicht über ein 1:1 hinaus. Für den Rückstand der Hausherren sorgte Giorgi Chanturia (58.), der allerdings nur zwei Minuten Bestand hatte. Dann erzielte Salim Khelifi mit seinem siebten Saisontor den Endstand.

In den ersten 45 Minuten bekamen die 20.158 Besucher im Eintracht-Stadion ein gewohntes Bild zusehen – wenige Chancen und keine Tore auf beiden Seiten. Und das, obwohl Torsten Lieberknecht seiner Elf eine offensivere Grundformation verordnete. Der junge Philipp Tietz agierte bei seinem zweiten Startelf-Einsatz in der Sturmmitte und wurde flankiert von den schnellen Salim Khelifi und Gerrit Holtmann. Allein es verfehlte seine Wirkung. Zwar gelang nach 283 torlosen Minuten durch Salim Khelifi in der zweiten Halbzeit endlich wieder ein eigener Treffer. Zum Sieg reichte es dennoch nicht. Und so musste Trainer Lieberknecht wieder die gleiche Platte wie in den vergangenen Wochen auflegen. „Wir sind enttäuscht über das Ergebnis.“

Überschattet wurde die Partie von der Verletzung von Kapitän Marcel Correia, der bereits nach einer halben Stunde und einem harten Foul von Duisburgs Stanislav Iljutcenko vom Platz musste und mit einer Sprunggelenksblessur ins Krankenhaus gebracht wurde. Daher waren die Gedanken von Torschütze Khelifi nach dem Spiel auch bei dem Braunschweiger Mannschaftsführer: „Wir drücken alle die Daumen, dass es nicht zu schlimm ist, wir brauchen unseren Kapitän.“

Saison für den Kapitän vorbei

Für Correia ist die Saison durch die Verletzung frühzeitig beendet. Das ergab die Untersuchung am Montag. Die Diagnose lautet: Teilabriss des Innenbandes sowie eine fast komplett abgerissene Syndesmose im linken Sprunggelenk.

Für seine Teamkameraden geht es allerdings in den verbleibenden Partien auch nicht mehr um all zu viel. Nur zwei von neun möglichen Zählern fuhr die Eintracht in der zurückliegenden englischen Woche ein. Ein einziges Tor gelang den Blau-Gelben dabei. Und das, obwohl man mit dem FSV Frankfurt und am Sonntag mit dem MSV Duisburg zwei Abstiegskandidaten zu Hause empfing. Eine Ausbeute, die deutlich zu wenig ist, um den Kontakt zur Spitzengruppe der Liga zu halten. Die Realität lautet daher Niemandsland statt Aufstiegsrennen.

Pfiffe nach Spielende

Was die Fans vom Auftritt ihres Teams und nun zwölf Punkten Rückstand auf Rang drei hielten, taten sie nach Spielende lautstark kund. Zahlreiche Pfiffe hallten durch das Rund des Eintracht-Stadions. Am Freitagabend geht die Reise für die Braunschweiger an den Fürther Ronhof, wo der fränkische Traditionsclub, derzeit vier Plätze und nur zwei Zähler hinter den Niedersachsen, wartet.

 

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