Braunschweig-Stürmer Berggreen: "Es hat einfach alles geklappt"

Im dritten Heimauftritt war es endlich soweit – und wie! Eintracht Braunschweig fuhr die ersten drei Punkte vor eigenem Publikum ein. Der Gegner aus Karlsruhe – immerhin Relegationsteilnehmer zur Bundesliga in der vergangenen Saison – wurde förmlich überrollt und mit teilweise sehenswerten Toren und einem 6:0 abgefertigt. Für die Treffer sorgten Berggreen (9., 64.) und Reichel (43., 71.), die jeweils einen Doppelpack schnürten. Hinzu kamen ein Eigentor des Karlsruhers Dominik Peitz (53.) sowie ein sehenswerter Fallrückzieher von Pfitzner (58.).

„Es hat heute einfach alles geklappt“, sagte Emil Berggreen nach der dominanten Vorstellung des BTSV. Damit brachte es der Däne ziemlich genau auf den Punkt. Denn dass alles klappte, galt nicht nur für seine Mannschaft, sondern auch für den Stürmer persönlich. Der 22-Jährige leitete mit seinem frühen Hackentor den Kantersieg der Löwen ein und sorgte damit auch für die Beendigung seiner Torflaute in dieser Saison. „Das tut richtig gut und ist ein super Gefühl“, so Berggreen, dessen schneller Führungstreffer an diesem heißen Sonntag mit ein Grund dafür war, dass die Eintracht ihre bisher beste Saisonleistung ablieferte und sich in eine Art Rausch spielte. Am Ende stand der höchste Eintracht-Sieg in der 2. Bundesliga seit 1992 zu Buche.

All das, was in der Frühphase der Saison schwer fiel, ging nun leicht von der Hand. Gegen die Badener platzte der berühmte Knoten bei den Niedersachsen. Vorne zeigte man die zuvor vermisste Kaltschnäuzigkeit im Abschluss und nutzte seine Chancen konsequent. In der Defensive blieb man trotz der hochsommerlichen Temperaturen stets konzentriert und ließ wenig zu. Gegen einen Gegner, der an diesem Tag nicht auf der Höhe war. Das frühe Pressing zeigte Wirkung und der Eintracht-Defensivverbund unterband die meisten KSC-Aktionen bereits frühzeitig.

Nur wenn man befreit aufspielen kann, gelingen auch solche Treffer, wie der von Marc Pfitzner. Der Mittelfeldmann, zur Pause eingewechselt und für gewöhnlich nicht als Filigrantechniker bekannt, setzte nach gut einer Stunde zu einem formvollendeten Fallrückzieher an. Er traf den Ball, quer in der Luft liegend, nach Flanke von Maximilian Sauer optimal und setzte ihn zum 4:0 in die Maschen. Der Schütze bekannte später: „Ich war über das Tor selbst überrascht.“

Trainer Torsten Lieberknecht kann nun die Länderspielpause gelassen bestreiten, bevor es mit der Partie beim FSV Frankfurt weitergeht. Aus seiner Sicht dürfte die Unterbrechung nach zwei Siegen in Serie etwas zu früh gekommen sein. Dennoch war auch er angetan, von Leistung seines Teams. „Es waren wunderschöne Treffer dabei, ich widme den Sieg auch den Fans.“ Die erneut über 20.000 Zuschauer wurden für die Pleiten in den ersten beiden Heimspielen mit insgesamt fünf Gegentoren durchaus entschädigt.

 

 

 

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"