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Braunschweig trennt sich von Aufstiegstrainer Antwerpen

© imago images / Joachim Sielski

Eintracht Braunschweig hat sich trotz des Aufstiegs in die 2. Bundesliga von Cheftrainer Marco Antwerpen getrennt. Der zum Ende der Spielzeit ausgelaufene Vertrag des 48-Jährigen wird nicht verlängert. Auch sein Co-Trainer Kurtulus Öztürk muss die Löwen verlassen.

Nicht durchgehend überzeugt

Knapp eine Woche ist es her, dass die Eintracht nach einem 3:2-Sieg gegen Waldhof Mannheim in die 2. Liga aufgestiegen ist. Die Rückkehr in das Bundesliga-Unterhaus bestreitet der BTSV nun aber ohne Cheftrainer Marco Antwerpen. "Wir sind Marco Antwerpen für seine geleistete Arbeit der vergangenen Monate extrem dankbar. Er hat einen hohen Anteil an der Rückkehr in die 2. Bundesliga", erklärt Präsident Sebastian Ebel. Besonders während der Saisonunterbrechung und in den fünf Wochen nach dem Re-Start habe der 48-Jährige "sehr gute Arbeit" geleistet, so Ebel.

Auf der anderen Seite sagt der 57-Jährige jedoch: "In unserer Betrachtung müssen wir (…) den gesamten Saisonverlauf bewerten." Dabei spielt Ebel vor allem auf die ersten zwölf Partien unter Antwerpens Regie an, aus denen die Eintracht lediglich vier Siege und vier Unentschieden holte. Nach dem 0:3 in Rostock Anfang März war der BTSV in der Tabelle sogar auf den neunten Platz abgerutscht – und rangierte damit weit hinter den Ansprüchen. All das führte nun trotz des Aufstiegs zu dem Entschluss, den Vertrag nicht zu verlängern. Eine Entscheidung, die "nicht leicht gefallen" sei und am Montagabend in einer mehrstündigen Sitzung "intensiv diskutiert" wurde, wie Ebel berichtet. Wer in der 2. Bundesliga auf der Eintracht-Bank sitzen wird, steht noch nicht fest. Gehandelt wird unter anderem Daniel Meyer, der zuletzt zwischen Sommer 2018 und August 2019 bei Erzgebirge Aue an der Seitenlinie stand.

Nur 23 Spiele im Amt

Antwerpen hatte den Trainerposten beim BTSV erst Mitte November von Christian Flüthmann übernommen. Aus den 23 Partien unter der Leitung des 48-Jährigen holte die Eintracht 39 Punkte – bei elf Siegen und sechs Unentschieden. Nach dem Re-Start fuhr Braunschweig 23 Punkten aus elf Spielen ein und schaffte so den Aufstieg. Dennoch gab es zuletzt Kritik von den Fans an einem zu destruktiven Spielstil. Den Sprung in die 2. Bundesliga hatte Antwerpen als den größten Erfolg seiner bisherigen Karriere bezeichnet – die Früchte dafür ernten darf er nun aber nicht. Derweil hat Co-Trainer Jonas Stephan den BTSV auf eigenen Wunsch verlassen. Der 28-Jährige wechselt zur U19 des Chemnitzer FC.