Braunschweig verdient sich Remis am Betzenberg

Eintracht Braunschweig erkämpfte sich im Freitagabendspiel durch ein torloses Unentschieden beim 1.FC Kaiserslautern den ersten Punkt der Saison. Entscheidend für das Remis, das für die Gäste als Schritt in die richtige Richtung gewertet werden kann, war vor allem, dass man sich in der Defensive stabiler präsentierte als noch zum Saisonauftakt gegen Sandhausen (1:3). Speziell bei Standardsituationen, bei denen die Eintracht Schwächen offenbarte, brannte auf dem Betzenberg nichts an.

Coach Torsten Lieberknecht, der selbst insgesamt vier Jahre beim FCK kickte, veränderte seine Elf auf zwei Positionen gegenüber letzter Woche. Der unglücklich agierende Marc Pfitzner wurde in der Abwehr durch Ken Reichel ersetzt. Vorne stand Emil Berggreen für Hendrick Zuck in der Startformation. An der taktischen Ausrichtung änderte sich nichts. Die Niedersachsen agierten erneut mit einer Dreier-Abwehrkette mit Kapitän Marcel Correia in der zentralen Position.

In der ersten Halbzeit erspielte sich die Heimelf vor rund 33.000 Zuschauern ein optisches Übergewicht, ohne dabei zu zwingenden Torchancen zu kommen. Einzig Torjäger Kacper Przybylko prüfte Braunschweigs Schlussmann Gikiewicz aus kurzer Distanz früh (9.) und Stipe Vucur per Kopf spät (45.).

Im zweiten Durchgang kam die Eintracht zu mehr Offensivaktionen. Aber auch Kaiserslautern blieb gefährlich. Wenn die Gastgeber einmal vor dem Tor auftauchten, war stets Gikiewicz zur Stelle, der sich mehrfach auszeichnen konnte und am Ende den Punkt festhielt.

Hochscheidt und Ademi vergeben Führung

Dass es nicht sogar drei wurden, hing damit zusammen, dass die wenigen hochkarätigen Tor- Gelegenheiten nicht genutzt wurden. Jan Hochscheidt geriet beim Abschluss nach gut einer Stunde aus rund fünf Metern zu sehr in Rücklage. Genauso blieb Joker Orhan Ademi im Duell mit FCK-Torhüter Müller nur zweiter Sieger (78.). Die Chancen für den ersten BTSV-Sieg in der Pfalz seit 38 Jahren waren da.

So sprang am Ende ein leistungsgerechtes Remis heraus, mit dem Braunschweig sicher besser leben kann als die Heimelf. Nach Spielschluss gab es vereinzelte Pfiffe von den Lauterer Fans, was die Eintracht-Elf durchaus als Kompliment werten durfte. Auch Trainer Lieberknecht war am Vorabend seines 42. Geburtstages zufrieden mit seiner Mannschaft: „Es gibt schönere Spiele, als nach einer Niederlage nach Kaiserslautern kommen zu müssen. Wir haben uns gut aus der Affäre gezogen.“

Braunschweig ist es gelungen mehr Stabilität in die Defensive zu bringen, vor allem bei Standardsituationen. Dagegen fand der FCK oft kein spielerisches Mittel oder seinen Meister in Torhüter Rafal Gikiewicz. Die Eintracht verdiente sich durch einen disziplinierten Auftritt den Punkt auf dem Betzenberg. Damit wurde ein Fehlstart in die neue Spielzeit vermieden, wenngleich die am kommenden Samstag anstehende Partie beim Halleschen FC in der ersten Runde des DFB-Pokals gewonnen werden sollte. Ansonsten könnte es rasch wieder ungemütlicher an der Hamburger Straße werden.

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