Braunschweig: Weiter Spitze dank „doppeltem Domi“
Am 4. Spieltag kehrte Eintracht Braunschweig mit einem 2:0-Sieg vom Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue zurück. Beide Tore für die Niedersachsen markierte Stürmer Dominick Kumbela (10. und 89. Minute). Dadurch bleibt die Eintracht ohne Punktverlust weiter an der Spitze der 2. Liga.
Unter das Motto „Arbeitssieg“ fällt der Erfolg der Eintracht im Erzgebirge beim Aufsteiger in Aue. Gegen unangenehm zu bespielende Gastgeber war der zweite Zu-Null-Erfolg im vierten Spiel nicht ungefährdet. So stellte der Doppeltorschütze fest: „Nach vorne haben wir versucht, Fußball zu spielen. Das war heute schwieriger als zuletzt.“ Zuletzt, das war das 6:1 gegen Nürnberg mit einer berauschenden zweiten Halbzeit. Mitte des zweiten Durchgangs in Aue, beim Stand von 1:0 aus Gästesicht, mussten diese die eine oder andere heikle Situation überstehen, ehe Kumbela kurz vor dem Schlusspfiff das beruhigende zweite Tor erzielte.
"Aue hat uns alles abverlangt"
Entsprechend fiel das Fazit von Torsten Lieberknecht: „Aue hat uns alles abverlangt und wir mussten taktisch oft reagieren. Das haben wir immer wieder gut gemacht und hatten die klareren Torchancen. Wir haben Charakter gezeigt, dafür kann ich die Mannschaft nur loben“, war der Trainer im Anschluss äußerst zufrieden. Erwähnenswert war zudem, dass Neuzugang Onel Hernandez seine Startelfpremiere bei den Blau-Gelben feierte und sich gut ins Spiel der Braunschweiger einbrachte. In dieser Saison kristallisiert sich eine neue Stärke der Eintracht heraus. Die ausgesprochen gute Chancenverwertung. Davon war in der vergangenen Spielzeit über weite Strecken nichts zu sehen. „Wir waren zum Glück eiskalt vor dem Tor, hätten das 2:0 aber früher machen müssen“, analysierte Kapitän Ken Reichel.
Kumbela an der Spitze der Torjägerliste
Ein Grund für die verbesserte Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor ist – na klar – Dominick Kumbela. Neben der Tabellenführung liegt auch er mit vier Treffern an der Spitze der Torjägerliste. Die meisten Treffer der Liga erzielt, zusammen mit 1860 die wenigsten kassiert. Nach vier Spielen lässt sich festhalten: Ein Saisonstart, der so nicht unbedingt zu erwarten war. Ob das so weitergeht? Am 5. Spieltag (Samstag, 13 Uhr) empfängt die Eintracht vor eigenem Publikum den SV Sandhausen. Der SVS erwies sich schon einmal als Spielverderber, als er zum Auftakt der vergangenen Saison alle drei Punkte aus Braunschweig entführte.