Braunschweig: Zu Lieberknechts Jubiläum endet die schwarze Serie

Eintracht Braunschweig hat mit einem 2:0-Sieg beim FC St. Pauli auch am 2.Spieltag seine weiße Weste gewahrt. Die Tore für die Niedersachsen erzielten Dominik Kumbela (40.) und Neuzugang Julius Biada (67.). Mit drei nicht zwingend eingeplanten Zählern kehrten die Blau-Gelben vom ersten Auswärtsspiel in der neuen Saison zurück. Allein statistisch gesehen war ein Dreier in der Hansestadt äußerst unwahrscheinlich, hatte doch die Eintracht bei ihren bisherigen acht Zweitliga-Gastspielen das Millerntor nur ein einziges Mal als Sieger verlassen (bei fünf Niederlagen und zwei Remis). Das war im September 1991, also ziemlich genau vor 25 Jahren.

Nun sorgten Dominik Kumbela per Kopf nach langem Ball von Joseph Baffo und Sturmpartner Julius Biada nach Solo für das Ende der schwarzen Serie. Wenig verwunderlich, dass Gästecoach Torsten Lieberknecht, der zum insgesamt 300. Mal bei einem Pflichtspiel auf der Trainerbank der Niedersachsen saß, rundum zufrieden war. „In Halbzeit eins haben wir uns bereits das Selbstvertrauen geholt und Disziplin an den Tag gelegt - angefangen bei den Sturmspitzen bis hin zum Torhüter. Wir haben hier nach 25 Jahren mal wieder gewonnen, das ist eine schöne Randnotiz.“ Routinier Ken Reichel, der nach abgelaufener Gelb/Rot-Sperre sein Saisondebüt feierte, analysierte: „Wir haben wenig Großchancen zugelassen und es ist wichtig, zu Null gespielt zu haben.“ Seinen Anteil am Zu-Null-Spiel der Eintracht hatte Torhüter Jasmin Fejzic, die neue Nummer eins im Braunschweiger Gehäuse: „Wir haben St. Pauli im Vorfeld mit dem Team analysiert und eine Spielidee für diese Partie entwickelt. Diese hat von Beginn an gegriffen und es hat insgesamt sehr gut funktioniert.“

Biada: „Wir müssen bescheiden bleiben“

In der Tat wirkte das Lieberknecht-Team im ausverkauften Millerntor-Stadion äußerst konzentriert und engagiert. Bereits vor dem Führungstreffer hatten die Gäste in diesem Nordduell einige gute Einschussmöglichkeiten durch Baffo (20.), Ofosu-Ayeh (29.) oder Nik Omladic (5.), der per Freistoß nur den Pfosten traf. So sah es auch Julius Biada, der den Endstand herstellte und damit auch im zweiten Spiel einen Treffer markierte. „Wir hätten sogar noch mehr Tore erzielen können, müssen aber bescheiden bleiben und nehmen das 2:0 sehr gern mit.“

Am nächsten Spieltag empfängt der Deutsche Meister von 1967 zu Hause den 1. FC Nürnberg, seines Zeichens Deutscher Meister aus dem Jahre 1968. Gespielt wird am Sonntag, den 28. August um 13:30 Uhr. Zuvor steht aber die erste DFB-Pokalrunde auf dem Plan. Dort heißt der Gegner wie schon am ersten Liga-Spieltag Würzburger Kickers (Samstag, 15:30 Uhr). Diesmal muss die Lieberknecht-Elf auswärts ran.

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