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"Club“-Coach Klauß geht fremd: Pokal-Einsatz für Ex-Verein Markranstädt

© IMAGO / Zink

Für eine Viertelstunde hat Robert Klauß einen Rollenwechsel vollzogen und seinen Sitz auf der Trainerbank mit einem Platz auf dem Rasen eingetauscht: Fünf Jahre nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn lief der Coach des 1. FC Nürnberg noch einmal für seinen früheren Klub SSV Markranstädt in einem Pflichtspiel auf – und sorgte vor allem auch im gegnerischen Lager für Verwunderung.

Kein Glück als Talisman

Als Glücksbringer für die Sachsen erwies sich Klauß allerdings nicht. Landesligist Markranstädt musste sich dem Oberligisten FSV Budissa Bautzen trotz der Einwechslung des prominenten Jokers 14 Minuten vor Spielende mit 0:3 geschlagen geben. "Natürlich hätte ich mir ein anderes Ergebnis gewünscht. Ich wollte noch mithelfen, das Ding zu drehen“, sagte Klauß laut Fachmagazin kicker in einem MDR-Interview nach dem Abpfiff mit enttäuschter Miene, gewann seinem Blitzcomeback jedoch auch eine positive Seite ab: "Es hat schon Spaß gemacht, wieder mit den Jungs auf dem Platz zu stehen.“

Nach Beginn seiner Karriere als Coach im Trainer-Stab von Bundesligist RB Leipzig hat Klauß den Kontakt nach Markranstädt zu keiner Zeit abreißen lassen. "Ich wohne hoch hier, ich bin dem Verein extrem verbunden und spiele hier auch bei den Alten Herren mit“, beschrieb der 36-Jährige nach dem kurzen Ausflug aus seinem Alltag beim „Club“ seine Lebenssituation zwischen seinem Arbeitsplatz im rund 270 km entfernten Nürnberg und seiner Wahlheimat.

"Habe gefragt, ob er wirklich der Trainer von Nürnberg ist“

Seine Verbundenheit mit dem SSV kommt nicht von ungefähr: Zwischen 2006 und 2009 sowie erneut von 2013 bis 2016 ging Klauß als Stürmer für die Sachsen auf Torjagd.

Bautzens Spieler rieben sich während des Spiels zunächst überrascht die Augen und konnten den unerwarteten Hauch des Profi-Fußballs über ihrem Spiel kaum glauben. "Ich habe ihn auf dem Platz gefragt, ob er wirklich der Trainer von Nürnberg ist“, berichtete Budissa-Spieler Norman Kloß: „Er hat charmant geantwortet, und wir haben ein bisschen geflachst.“