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Dämpfer im Aufstiegskampf: S04 gegen Bremen "gedanklich zu langsam"

© IMAGO / Beautiful Sports

Das war es mit der Tabellenführung: Schalke 04 grüßt seit der 1:4-Abreibung gegen Werder Bremen nicht mehr von ganz oben. Drei Spieltage vor Schluss haben die zweitplatzierten Knappen den Aufstieg noch selbst in der Hand, aber nur zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang.

Schalker Serie riss vor voller Hütte

Die formstarken Königsblauen waren in der erstmals seit über zwei Jahren ausverkauften VELTINS-Arena gegen Verfolger Werder leichter Favorit. Nach fünf Ligasiegen in Folge wurde das Team von Interimscoach Mike Büskens allerdings durch die Hanseaten auf den Boden der Tatsachen zurückgebracht. "Unser Gegner war heute der verdiente Sieger", fand Schalkes vorübergehender Übungsleiter. "Wir haben zwar vernünftig ins Spiel gefunden, dann aber gleich zweimal bei zwei Standards geschlafen. Da waren wir gedanklich zu langsam", so Büskens weiter. "Mit dem dritten Bremer Tor kurz nach Wiederbeginn wurde es richtig schwer gegen eine Mannschaft, die viel Qualität hat. Trotz des Rückstands haben wir uns aber bis zum Schluss nicht aufgegeben."

Durch den Schalker Patzer wurde es oben noch spannender als es ohnehin schon war. Mit nun 57 Punkten zog Bremen an S04 vorbei, Darmstadt verkürzte den Rückstand auf Schalke durch einen Sieg im Verfolger-Duell mit St. Pauli auf zwei Zähler und auch der HSV punktete dreifach und befindet sich in Lauerstellung. Nürnberg würde am Sonntag durch einen Dreier gegen Favoritenschreck Sandhausen bis auf drei Punkte an die Büskens-Elf heranrücken.

Wiedergutmachung beim Favoritenschreck Sandhausen?

Gegen jenen Favoritenschreck ist Schalke nächsten Freitag auf Wiedergutmachung aus. Trotz des Rückschlags im Aufstiegsrennen "dürfen wir die Köpfe jetzt nicht hängen lassen. In Sandhausen haben wir am kommenden Spieltag die Möglichkeit, es besser zu machen. Wir haben eine kurze Woche vor uns – die werden wir nutzen, um uns optimal auf diese Begegnung vorzubereiten", sagte S04-Offensivmann Darko Churlinov.

Ebenso wie Büskens fand auch Schalkes Sechser Victor Pálsson, dass die Niederlage gegen Bremen leistungsgerecht ist. "Heute war es einfach kein guter Tag von uns. Nach den 90 Minuten muss man sagen, dass Werder Bremen sich den Sieg verdient hat. Unser Gegner war die bessere Mannschaft", so der 29-fache isländische Nationalspieler, der anfügte: "Mit der Leistung werden wir selbstkritisch umgehen, dann aber auch schnell den Fokus auf das Auswärtsspiel in Sandhausen legen." Das Hinrunden-Duell gegen den SVS war eine deutliche Angelegenheit: Schalke fegte die Gäste mit 5:2 aus dem Stadion. Treten die Ruhrpottler im Rückspiel ebenso dominant auf, sieht die königsblaue Welt vermutlich schon wieder etwas rosiger aus.