Damals, als...Arminia sich mit einem 7:1 für ein 1:7 revanchierte.

Der DSC Arminia Bielefeld kann auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Als negativer Höhepunkt dürfte der "Bundesligaskandal" von 1971 gelten, als der Verein maßgeblich an den Manipulationen um den Klassenerhalt beteiligt. Die Folge war der Lizenzentzug, worauf hin die Spieler der Folge-Saison allesamt gegen die Arminia gewertet wurden. Das letzte Spiel der Saison 1971/72 bestritten die Bielefelder dann gegen Eintracht Braunschweig, die den gebeutelten Klub auf der "Alm" mit 1:7 aus der Liga verabschiedeten. Sicherlich war die Höhe des Ergebnisses auch der Tatsache geschuldet, dass auf Seiten der Arminia kaum noch Gegenwehr geleistet wurde und das Team ohnehin vor dem Gang in die Regionalliga und einem entsprechenden Umbruch stand.

Rückkehr nach Oben - Revanche gelingt dreizehn Jahre später

Bekanntlich gelang es dem DSC auf sportlichem Wege zurück nach oben zu finden, auch wenn die Berg- und Talfahrt in den folge Jahrzehnten munter weiter ging. Ein Wiedersehen mit Eintracht Braunschweig gab es auf diesen Wegen natürlich des Öfteren. Nach einigen Duellen in der Bundesliga, trafen die beiden Klubs am 21. September 1985 erstmals in der Zweiten Liga aufeinander. Arminia und die Eintracht waren zuvor gemeinsam aus der Bundesliga abgestiegen und eigentlich als Gegner auf Augenhöhe zu werten, doch was in den neunzig Minuten auf der "Alm" passierte, war eine Demontage der Niedersachsen. Bereits zur Pause war die Begegnung entschieden. Wolfgang Kneib (11./Foulelfmeter), Thomas Ostermann (24.) und Michael Wollitz (35.) hatten den DSC bereits mit 3:0 in Führung und somit auf die sichere Seite gebracht. Nach Wiederanpfiff besiegelte ein Doppelschlag durch Uwe Haas (56./Foulelfmeter) und Ulrich Kretz (57.) das Schicksal der Eintracht. Nachdem Michael Geiger (79./Foulelfmeter) den Ehrentreffer der Gäste besorgte, trumpfte der kurz zuvor eingewechselte Helmut Schröder auf und legte nochmals zwei Tore nach. Seine Treffer in 86. und 89. Minute schraubten das Ergebnis auf 7:1 hoch und besorgten so die passgenaue Revanche für die Pleite dreizehn Jahre zuvor.

Erstes Ligaspiel seit 28 Jahren

Durch den Abstieg der Braunschweiger in der Saison 1986/87 und der folgenden Talfahrt der beiden Vereine trennten sich die sportlichen Wege für längere Zeit. Erst 2013 traten sie im DFB-Pokal gegeneinander an, als Zweitligist Bielefeld den frisch gebackenen Bundesliga-Aufsteiger aus Braunschweig mit 2:1 in der ersten Hauptrunde ausschalten konnte. Im Liga-Alltag mussten sich die Fans beider Teams über 28 Jahre gedulden ehe am kommenden Freitag (18.30) ein Wiedersehen ansteht. Nach einem schwachen Start der Eintracht fällt es schwer beim Treffen zweier siegloser Teams von einem Favoriten zu sprechen - gar von einem weiteren 7:1 oder 1:7 auszugehen, scheint dabei ausgeschlossen.

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