Damals, als...nur Schalke den MSV stoppen konnte

Erst vier Jahre ist es her und sollte wohl noch allen MSV-Fans im Gedächtnis sein: Das Pokalfinale gegen Schalke 04. Ist war der größte Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte und trotz der deutlichen Finalniederlage gegen den Lokalrivalen können die Zebras stolz auf die Pokalsaison 2010/11 zurückblicken.

Von Lübeck nach Berlin - Maierhofer beweist Torriecher

 Ein Eigentor von Moritz Marheineke war der erste Schritt auf dem Weg nach Berlin. Der Verteidiger des VfB Lübeck besorgte so das 1:0 des MSV in der Ersten Runde und Manuel Schäffler legte in der Schlussminute die Entscheidung nach. Weiter gings über Halle, wo Stefan Maierhofer mit einem Doppelpack für den nächsten Schritt sorgte. Der heutige Sportchef Ivica Grlic besiegelte mit dem 3:0 den Einzug ins Achtelfinale. Dort wartete der erste echte Prüfstein auf die Zebras. Doch bei Bundesligist 1.FC Köln war es erneut Maierhofer, der nach gerade einmal drei Minuten für die Führung sorgte. In der Folge gelang es dem MSV den Favoriten im Griff zu halten, Julian Koch legte das zweite Tor nach und auch der späte Anschlusstreffer durch Simon Terodde konnte den Viertelfinaleinzug nicht mehr verhindern. Und dort ging das Wunder weiter, denn auch Erstligist Kaiserslautern musste die Segel streichen. Branimir Bajic und Goran Sukalo wurden zu den Helden und schossen den MSV in die Runde der letzten Vier. Dort bescherte das Losglück den Zebras nicht etwa Schalke oder den FC Bayern, sondern Heimspiel gegen Ligakontrahent Energie Cottbus. Einmal mehr Maierhofer und Srdjan Baljak brachten das Team von Trainer Milan Sasic auf die Siegerstraße und am Ende reichte ein 2:1 - Nils Petersen hatte für Cottbus getroffen - für das Ticket nach Berlin.

Hoffnungsvoll gegen Königsblau - Am Ende ohne Chance

Natürlich war der MSV Duisburg klarer Außenseiter gegen den Erstligisten aus Gelsenkirchen, doch rechneten sich die Zebras sicherlich Chancen aus. Immerhin hatten die Schalker mit gerade einmal 40 Punkten und Platz 14 eine miserable Saison hinter sich und schienen schlagbar. Die Hoffnung lebte aber nur 22 Minuten, dann hatten Julian Draxler und Klaas Jan Huntelaar bereits für ein 2:0-Polster der Königsblauen gesorgt. Am Ende stand es nach Treffer von Jurado, Benedikt Höwedes und nochmals Huntelaar klar und deutlich 5:0. Der Traum der Pokalsensation war geplatzt, doch durfte jeder MSV-Fan stolz seine Truppe sein.

Pokalbilanz ausgeglichen - Heinz van Haaren und Co. deklassierten Schalke

Doch in all den Jahren der traditionsreichen Teams gab es noch ein zweites Aufeinandertreffen im DFB-Pokal. Am 19. Februar 1966 besiegten die Zebras den Rivalen klar und deutlich mit 6:0. Horst Gecks, Carl-Heinz Rühl, Hartmut Heidemann, Werner Krämer und Doppelpacker Heinz van Haaren waren damals die Helden im Wedaustadion. Somit ist die Bilanz ausgeglichen und mit 6:5 Toren spricht die Tendenz sogar für den MSV. Am kommenden Samstag (15:30) wird dann das nächste Kapitel zwischen den beiden Teams aus dem Ruhrpott geschrieben. Erstmals seit 2011....

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