Damals, als...Tasso Wild den „Club“ zum Pokalsieg schoss

Seine Sternstunden feierte der 1.FC Nürnberg bekanntlich hauptsächlich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Zu den letzten Triumphen bis heute zählt jedoch der Gewinn des DFB-Pokals 1962. Gegner des favorisierten Rekordmeisters war damals Fortuna Düsseldorf. Der Underdog vom Rhein hatte die Franken sogar am Rande einer Niederlage, musste sich jedoch nach Verlängerung geschlagen geben.

„Jupp“ Wolfframm bringt Fortuna in Führung – Kurt Haseneder gleicht aus

41.000 Zuschauer sahen am 29. August 1962 das Finale zwischen Nürnberg und Düsseldorf im Niedersachsenstadion zu Hannover. Da die Rheinländer eher zum Durchschnitt der damaligen Oberliga West zählten, dürften die meisten Leute auf den Rängen mit einem Sieg der starken Nürnberger, zu der Zeit Meister der Oberliga Süd, gerechnet haben. Doch damals wie heute gilt: Der Pokal hat seine eigenen Gesetzte. Und so tat sich der Favorit gegen die von Jupp Derwall trainierte Fortuna schwer. Nach einer torlosen ersten Hälfte sorgte Franz-Josef „Jupp“ Wolfframm dann sogar für die Führung der Rheinländer (58.). Nürnberg konnte dem enormen Druck jedoch standhalten, glich durch Kurt Haseneder (71.) aus. In der regulären Spielzeit gelang den Franken jedoch kein weiterer Treffer und so musste die Verlängerung für die Entscheidung sorgen.

Blitz-Start in die Verlängerung

Dort konnte sich der „Club“ dann aber auf Tasso Wild verlassen. Der damals erst 21-jährige Angreifer sorgte früh für Ruhe im Nürnberger Spiel, da er bereits in der 93. Minute zur erlösenden Führung traf. Danach brachte der FCN den Sieg über die Zeit und durfte zum dritten Mal den DFB-Pokal in die Höhe strecken. Es war das letzte Mal für über vierzig Jahre, ehe Jan Kristiansens Siegtor im Finale 2007 den Triumph wiederholen konnte...doch das ist eine andere Geschichte.

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