Darmstadt bezwingt Paderborn mit "absoluter Schwerstarbeit"
Dank Elfmeterkiller Daniel Schuhen und einer starken Willensleistung haben die Darmstädter dem SC Paderborn die erste Heimniederlage beigefügt. Der Schlüsselmoment war in den Stimmen nach dem Spiel das Hauptthema.
Zimmermann: "Wir müssen uns in erster Linie bei Schuh bedanken"
Die Erleichterung nach dem Schlusspfiff war bei den Gewinnern groß. "Ich puste noch immer durch, weil das heute absolute Schwerstarbeit war", befand Trainer Torsten Lieberknecht. Seine Mannschaft geriet früh in das Hintertreffen und hätte beinahe noch ein zweites Tor kassiert. Doch Schlussmann Schuhen erwies sich erneut als ein verlässlicher Rückhalt und war beim Strafstoß zur Stelle. "Es war wichtig, dass wir nicht 0:2 in Rückstand geraten sind, weil Paderborn dann in einen Rausch hätte kommen können - das hätte dann ganz unangenehm werden können", stellte Schuhen nach dem Spiel fest. Für die erneut starke Leistung erhielt er das verdiente Lob von Mitspieler Christoph Zimmermann: "Wir wissen, dass wir uns in erster Linie bei Schuh bedanken müssen. Er hat uns nach sieben Minuten im Spiel gehalten, beim Elfmeter und dann auch beim Nachschuss."
Darmstadt erkämpft mit beherzter Abwehrleistung den Sieg
Der gehaltene Strafstoß wurde zum Wendepunkt in der temporeichen Anfangsphase, denn nur drei Minuten später gelang der Ausgleich. Danach sah Lieberknecht "viel Arbeit mit verschiedenen Grundordnungen und Ideen auf beiden Seiten, um den Zugriff zu bekommen". Die Gäste kontrollierten das Geschehen gegen den Ball und ließen den offensivstarken SCP nicht mehr so leicht zur Entfaltung kommen. "Paderborn ist spielerisch die stärkste Mannschaft der Liga. Das war schwer zu verteidigen, wir haben es etwas tieferstehend gelöst und dann nach einem Standard noch ein Tor nachgelegt. Wenn du hier bestehen willst, brauchst du diese Momente", ordnete Verteidiger Zimmermann die starke Abwehrleistung ein und ergänzte: "Das war nicht schön, aber hier kannst du nur mit so einer Willensleistung gewinnen."
Der unterlegene Trainer Lukas Kwasniok kam zu dem Schluss, dass der Darmstädter Sieg in diesem Spitzenspiel nicht unverdient war: "Sie hatten sicherlich auch ein wenig Glück auf ihrer Seite, aber auch Routine und Cleverness". Lilien-Coach Lieberknecht fand ebenfalls anerkennende Worte für den Gegner: "Trotz der Niederlage hat Paderborn ein sehr gutes Spiel gemacht, das unterstreicht, was wir heute für einen Sieg landen konnten. Einen Arbeitssieg." Mit der Moral und dem Siegeswillen haben die Darmstädter ein weiteres Ausrufezeichen gesetzt und haben den zweiten Tabellenplatz erobert.