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Darmstadt empfängt den 1. FC Nürnberg: Tradition unter Flutlicht

Mit drei ungeschlagenen Partien im Gepäck kommt der 1. FC Nürnberg am Montag ans Darmstädter Böllenfalltor. Es scheint als ob der „Club“ sich nach dem schwachen Saisonstart (fünf Niederlagen in den ersten sieben Spielen) gefangen hat und sich langsam aber sicher in die oberen Tabellenregionen vorarbeitet. „Nürnberg hat sicher die individuell am besten besetzte Mannschaft der Liga“, sagt Darmstadts Mittelfeldspieler Hanno Behrens. Angesichts von jungen Spielern wie U19-Europameister Niklas Stark oder Alessandro Schöpf und erfahrenen Kräften wie Javier Pinola, der zuletzt allerdings nur auf der Bank saß, und Kapitän Jan Polak, eine berechtigte Einschätzung. Der 1:0-Sieg am vergangenen Spieltag gegen RB Leipzig hat den Franken endgültig das lange vermisste Selbstvertrauen zurückgegeben, Nürnberg wird in Darmstadt da weitermachen wollen, wo es aufgehört hat.

„Wir müssen die Bälle konsequent rausschlagen“

„Sie werden sich hier nicht verstecken und auf Sieg spielen“, glaubt auch „Lilien“-Stürmer Marco Sailer. Für Darmstadt gilt es das 1:1 in Bochum abzuhaken. In der 94. Minute mussten die Südhessen dort den Ausgleich hinnehmen – nicht das erste Mal in dieser Saison. „Das hatte nichts mit fehlender Konzentration zu tun, wir haben uns da einfach naiv angestellt. Wir müssen die Bälle in Zukunft einfach konsequent rausschlagen und zusehen, keine unnötigen Fouls zu begehen“, sagt Hanno Behrens. Dass Darmstadt 98 in der Stadt weiterhin boomt, zeigt auch, dass die Partie – trotz Live-Übertragung – bereits ausverkauft ist. Das Team überzeugt durch Einsatz, Moral und Demut: „Wir freuen uns auf dieses Spiel: Flutlicht, Live-Übertragung und ein volles Böllenfalltor. All das wäre in der letzten Saison kaum denkbar gewesen“, sagt Marco Sailer.

Darmstadt wieder mit Sailer?

Das Aufeinandertreffen der beiden Vereine ist vor allem in den 70er-Jahren ein gängiges Duell, insgesamt zwanzig Mal spielte Darmstadt bereits gegen Nürnberg (vier Siege für Darmstadt, neun für Nürnberg bei sieben Unentschieden). In Bochum entschied sich „Lilien“-Trainer Dirk Schuster dafür, seine drei zentralen Mittelfeldspieler aufzubieten: Hanno Behrens, Florian Jungwirth und Jerôme Gondorf spielten allesamt von Beginn an, wobei Gondorf aber die hängende Spitze gab. Marco Sailer musste dafür weichen, es bleibt abzuwarten, ob Schuster noch einmal mit seiner Aufstellung überrascht oder doch wieder Sailer bringen wird.

FOTO:  FU Sportfotografie