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Darmstadt springt an die Spitze: "Wichtig, demütig zu bleiben"

IMAGO / Jan Huebner

Mit dem 2:1-Sieg im freitäglichen Topspiel gegen den Hamburger SV unterstrich der SV Darmstadt alle Ambitionen, auch in dieser Saison um die Top-Plätze mitzuspielen. Zwar freute sich Coach Lieberknecht über die Entwicklung seiner Mannen, drückte aber auch ein wenig auf die Bremse.

"Wirklich etwas Besonderes"

Geradezu überrannt hatten die "Lilien" den HSV in der Anfangsphase. Das Resultat? Eine 2:0-Führung nach gerade einmal sieben Minuten. Eröffnet wurde all dies durch einen Treffer in der vierten Spielminute von Ex-Hamburger Patric Pfeiffer. "Es war ein intensives Spiel, in das wir super reingekommen sind", bescheinigte Trainer Torsten Lieberknecht seiner Mannschaft. Vor allem in der Defensive "haben wir viele Sachen gut gemacht". Zar könne "nicht alles" verteidigt werden, was auch der Anschlusstreffer kurz vor Schluss bewies (87.), doch am Ende stand für Keeper Schuhen ein "verdienter Sieg. Das als Darmstadt 98 beim HSV sagen zu dürfen, ist wirklich etwas Besonderes."

Generell sah der Schlussmann, dass seine Vorderleute "heute mutig angelaufen sind – aber nicht blind, sondern sehr intelligent". Selbst nach dem komfortablen 2:0 durch Tietz (7.) stellte der SVD das Spielen nicht ein. So "war es dann eben nicht so, dass wir nur hinten drinstanden. Im Gegenteil." So hatten die Gäste gar Chancen auf einen weiteren Treffer, um den Sack endgültig zuzumachen, was zwar ausblieb, aber am Ende auch nur noch die wenigsten interessierte. Drei Punkte blieben drei Punkte.

Träumereien oder Realität?

Auch dass es nach dem Platzverweis gegen Gjasula (57.) nochmal "etwas hektisch" wurde, tat dem Resultat keinen Abbruch. Denn so habe Darmstadt aus der Partie, so Schuhen, "einen Kampf" gemacht – und diesen eben gewonnen. Dieses Kämpfen sei auch für Kapitän Holland "die Basis, um dann auch über das Spielerische zu kommen." So stand am Ende der fünfte Pflichtspielsieg in Folge. Nur der Auftakt gegen Regensburg ging verloren (0:2). Durch die 12 Punkte grüßen die Darmstädter nun von der Tabellenspitze. Ein Bild, was sich auch am Ende der Saison zeigen wird?

"Wir sind froh über einen weiteren Dreier. Doch ist es wichtig, demütig zu bleiben", blieb Trainer Lieberknecht lieber auf dem Boden. Auch wenn es viele Gründe gibt, optimistisch zu sein. Vor allem die Defensive imponiert: Gerade einmal vier Gegentreffer musste der SVD bisher hinnehmen, der HSV-Treffer war das erste Gegentor seit vier Spielen. "Woche für Woche", so Holland, werden die "Lilien" ihren Job nun weitermachen – "ganz egal, wie der Gegner heißt". Was dann am Ende dabei rumkommt, bleibt derweil abzuwarten. In der kommenden Woche wartet indes der 1. FC Heidenheim, der mit erst einem Gegentor die beste Defensive der Liga stellt. Für alle Defensivliebhaber somit ein wichtiger Termin.