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Darmstadt will mit "Sahneleistung" Tabellenführer stürzen

IMAGO / RHR-Foto

Der SV Darmstadt 98 will am Samstag (13:30 Uhr) im Spitzenspiel gegen den FC St. Pauli mit einem Sieg an den Hamburgern vorbeiziehen und auf einen Aufstiegsplatz klettern. Nach zuletzt 13 Punkten aus den vergangenen fünf Partien ist das Selbstvertrauen bei den Lilien groß.

"Kräftemessen mit einem bockstarken Gegner"

Wenn der Tabellenführer gegen den Vierten spielt, kann man durchaus von einem Spitzenspiel sprechen. Dass dieses allerdings nicht zwischen den am Abend spielenden Bremern und Schalkern stattfindet, ist für Lilien-Trainer Torsten Lieberknecht "schon ein bisschen witzig", wie er in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den Ligaprimus FC St. Pauli verriet. Die heimstarken Darmstädter, die die letzten fünf Spiele am Böllenfalltor allesamt gewinnen konnten, wollen allerdings auch dem Tabellenführer bieten und bestenfalls mit einem weiteren Erfolg an den Norddeutschen vorbeiziehen. "Wir verspüren die Lust darauf auch diese Partie zu gewinnen. Unsere Vorfreude steigert sich von Tag zu Tag", äußerte Lieberknecht und sprach von einem "Kräftemessen mit einem bockstarken Gegner". Um dieser Anforderung gerecht zu werden, bräuchten seine Schützlinge eine "Sahneleistung".

Dass ein Heimsieg allerdings kein einfaches unterfangen wird, unterstrich der Coach deutlich. St. Pauli sei eine Mannschaft, "die perfekt umschalten kann". Im Duell der offensivstärksten Mannschaft (Darmstadt, 31 Tore) gegen die drittstärkste Offensive (St. Pauli, 28 Tore) brauche der SVD auch eine aufmerksame Defensive. "Wir versuchen daher, die Jungs gut auf die Stärken und die Unberechenbarkeit der St. Paulinaner vorzubereiten. Dagegen zeigen wir ihnen aber auch permanent auf, was uns brutal stark macht. Und das ist neben einer konzentrierten und fokussierten Defensive unser flexibles Spiel nach vorne", sagte Lieberknecht und verwies auch auf eigene Stärken. "Wir sprechen von viel Spaß und Freude", ergänzte der 48-Jährige. Grundsätzlich würden zwei Mannschaften auf einander treffen, die siegen wollen.

Qual der Wahl beim Personal

Die schwerste Entscheidung wird der Darmstadt-Coach wohl bereits vor dem Spiel treffen müssen. Lieberknecht kann bis auf Fabian Schnellhardt aus den Vollen schöpfen. "Bei einem Elf-gegen-Elf ist es mittlerweile so, dass wir Jungs außerhalb des Platzes individuell arbeiten lassen müssen", sagte er. Auch der Langzeit-Invalide Tim Skarke ist derzeit wieder im Mannschaftstraining. Dieser brauche allerdings noch ein bisschen Zeit, um wieder voll anzugreifen. "Man spürt aber, dass alle dabei sein wollen", freute sich der Trainer.

Dass der kommende Gegner aufgrund der Länderspielpause und der ausgefallenen Partie gegen den SV Sandhausen seit drei Wochen kein Pflichtspiel hatte, wird laut Lieberknecht "für Samstag kein Thema sein", vielmehr geht er davon aus, dass bei den Hamburgern Freude herrschen dürfe, ein Pflichtspiel zu bestreiten. Vorfreude verspürte allerdings auch Lieberknecht als er ankündigte: "Mit vollem Elan vor ausverkauftem Haus wollen wir hoffentlich nach einem Heimsieg wieder mit unseren Fans zusammen jubeln."