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Lilien-Trainersuche läuft auf Hochtouren: "Es finden Gespräche statt"

Am Montag trennte sich der SV Darmstadt 98 von Dirk Schuster. Doch schon am kommenden Samstag steht mit der Partie gegen Dynamo Dresden die nächste Aufgabe für die Lilien an. Wird der neue Cheftrainer dann schon auf der Bank sitzen? Der Sportliche Leiter Carsten Wehlmann gab Einblick in den Prozess.

Wenig Zeit für Wehlmann

"Schnellstmöglich die bestmögliche Lösung" – unter diesem Credo sondiert Carsten Wehlmann aktuell den Trainermarkt für den SV Darmstadt 98. Der gerade erst zum Sportlichen Leiter ernannte ehemalige Sportkoordinator wurde vom Präsidium ausgewählt, den geeigneten Nachfolger für Dirk Schuster zu finden. Keine einfache Aufgabe, schließlich ist mit Blick auf den Ligaalltag Eile geboten: "Die Suche hat erst gestern begonnen. Das gebührt alleine der Respekt gegenüber dem bisherigen Trainerteam", erklärte Wehlmann: "Dadurch ist das Zeitfenster ein kurzes, und es könnte bis Samstag schwierig werden. Wir arbeiten aber an einer Lösung."

Der Knackpunkt: Natürlich gehe es vorrangig darum, die aktuelle Situation zu verbessern. Schießlich schlittern die Lilien immer weiter in Richtung Abstiegskampf, auch spielerische Fortschritte waren am Böllernfalltor zuletzt eher selten zu beobachten. Doch gleichzeitig soll auch die Zukunft nicht aus den Augen verloren werden: "Es wird kein Feuerwehrmann", betonte Wehlmann, der das gesuchte Profil spezifizierte: "Wir schauen, dass wir einen Trainer holen, der vielleicht noch nicht am Ende seiner Karriere steht und sich auch noch mitentwickeln kann. Dem wir aber zutrauen, die jetzige Situation anzunehmen und die nötigen Punkte einzufahren."

Darmstadt sucht mit Bedacht

Ein solcher Trainer müsse sich mit dem Kader identifizieren und damit arbeiten wollen: "Es gibt keine Transferperiode mehr. Wir vertrauen dem Kader, der da ist. Und das muss der neue Trainer auch." Eine Vielzahl an Bewerbungen sei bereits auf dem Schreibtisch des Sportlichen Leiters eingegangen – beispielsweise soll sich auch Münster-Coach Antwerpen ins Gespräch gebracht haben – allerdings mit wenig Aussicht auf Erfolg: "Wir gehen da keine Liste durch, sondern haben unsere eigenen Ideen."

Der langjährige Chefscout von Holstein Kiel möchte seine eigenen Erfahrungen in die Trainersuche einfließen lassen: "Ich bin seit mehr als 20 Jahren im Fußballgeschäft beschäftigt, von daher kenne ich nicht nur Spieler, sondern auch Trainer." Und die ersten Schritte in Richtung einer Neuverpflichtung scheinen bereits getan: "Die Liste der Kandidaten ist überschaubar, auch wenn ich keine Zahlen nennen möchte. Wir haben Trainer kontaktiert und es finden bereits Gespräche statt."