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"Der gehört gesperrt!" Sandhausen wütend auf Mehlem und Referee

Spieler und Verantwortliche des SV Sandhausen zeigten sich nach dem 1:1 gegen Darmstadt erbost. Grund dafür war eine folgenreiche Fehlentscheidung des Schiedsrichters.

Wut nach falschem Elmeterpfiff

Es lief die 33. Spielminute im Hardtwald, Spielstand 1:0 für Sandhausen: Darmstadts Mehlem dribbelte in den Strafraum, drehte sich und ging zu Boden. Schiedsrichter Lasse Koslowski sah ein Foul von Abwehrspieler Tim Knipping und entschied auf Strafstoß – eine klare Fehlentscheidung, denn Mehlem ließ sich fallen, ohne getroffen worden zu sein. Tobias Kempe nutzte das Geschenk zum 1:1, was auch gleichzeitig den Endstand bedeutete. "Der hat sich fallen lassen", beteuerte Knipping im "Sportbuzzer". "Der Schiedsrichter war sich selbst nicht sicher, er hat den Mehlem befragt. Und wenn man dann die Respektlosigkeit besitzt, dem Schiedsrichter ins Gesicht zu lügen, dann finde ich das sehr traurig."

"Soll Kreisliga pfeifen"

Jürgen Machmeier schlug in dieselbe Kerbe: "Wenn der Spieler einigermaßen fair ist und einen Arsch in der Hose hat, dann sagt er: Okay, das war kein Elfmeter", so der SVS-Präsident, der obendrein eine Strafe für den 21-jährigen Mehlem forderte: "Der gehört gesperrt". Die Szene hatte auch für eine lautstarke Auseinandersetzung zwischen den beiden Trainern Uwe Koschinat und Dirk Schuster gesorgt. Machmeier empfahl dem Unparteiischen, künftig "Kreisliga" zu pfeifen. Durch den Verlust der zwei Punkte verpasste es Sandhausen an Magdeburg auf dem Nichtabstiegsplatz 15 vorbeizuziehen.