Der Trend spricht eindeutig für Fortuna Düsseldorf
Fünf Punkte stehen in der englischen Woche für Fortuna Düsseldorf zu Buche. Diese Bilanz aus drei Spielen wirkt auf dem ersten Blick ordentlich, aber nicht überragend. Allerdings ist im Fußball bekanntlich auch immer sehr viel entscheidend von den Gegnern. Das Trio, welches sich der Fortuna entgegensetzte, gehörte zweifelsfrei unisono zur stärkeren Fraktion in der 2. Fußball-Bundesliga. Im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim gab es einen 3:2-Heimsieg, während es zuletzt in Bochum und gegen Düsseldorf jeweils eine Punkteteilung gegeben hat.
Steigerung im zweiten Abschnitt
Beim Blick auf das Torverhältnis von 6:5 wird allzu schnell deutlich, dass die Offensive über eine enorme Stärke verfügt, während die Defensive sich zuweilen als etwas anfällig erwiesen hat. In den letzten beiden Partien konnte jeweils ein Rückstand zur Halbzeit aufgeholt werden. Ein erfreuliches Zeichen für die durchaus intakte Moral der Düsseldorfer, die im zweiten Abschnitt gegen die Aufstiegskandidaten aus Bochum und Leipzig das Spiel dominiert haben und mit einem geschickten Offensivpressing zu überzeugen wussten.
Dreifache Angreifer
Im Defensiv-Verbund war temporär die eine oder andere Nachlässigkeit zu vernehmen, was deutlichst verbessert werden muss. Die körperliche Basis bei der Fortuna ist jedoch absolut intakt. Dies wird durch die jeweils starken Schlussphase in den letzten drei Partien anschaulich dokumentiert, wo sich eine Vielzahl an Torchancen herausgearbeitet worden sind und zudem wichtige Treffer gelangen. Natürlich auch ein Indiz für die enorme Qualität im Kader des langjährigen Bundesligisten. Zudem ist in der englischen Woche auch anschaulich bewiesen worden, dass man sich auf zwei Stürmer ganz besonders verlassen kann. So trafen der Niederländer Charlison Benschop und der Finne Joel Pohjanpalo jeweils im Dreierpack und bewiesen eindrucksvoll, dass sie über eine ausgeprägte Torgefährlichkeit vor dem gegnerischen Gehäuse verfügen. Benschop hat insgesamt schon fünf Treffer erzielen können.
Nur zwei Punkte Abstand auf Aufstiegsplatz
Klar scheint zu sein, dass diese Leistungen in der Defensive zukünftig nicht ausreichen werden, um ein gewichtiges Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden zu können. Es sollte eine höhere Konzentration in den Defensiv-Zweikämpfen vorherrschen. Zudem waren zuweilen individuelle Fehler zu beobachten, die von den cleveren Zweitliga-Kontrahenten gnadenlos ausgenutzt werden. Mit 13 Punkten steht Fortuna Düsseldorf auf dem siebten Tabellenplatz. Allerdings hat man gerade einmal zwei Punkte Abstand auf einen direkten Aufstiegsplatz. Mit einem Sieg wäre zumindest ein Relegationsplatz nach der achten Runde möglich gewesen. Insgesamt stimmt jedoch die Basis rund um Fortuna Düsseldorf, sodass mit den richtigen Maßnahmen der Aufstieg für den Verein aus der Modehauptstadt wahrlich keine Utopie sein wird. Am vierten Spieltag erst gab es beim 3:0 beim FC Erzgebirge Aue den ersten Saisonsieg. Seitdem folgten zwei Siege in Nürnberg und gegen Heidenheim und zuletzt die beiden Remis. Eine spielerische Weiterentwicklung im Laufe dieser Saison ist klar erkennbar. Der Trend scheint aktuell für den Traditionsverein aus der Esprit-Arena wahrlich der „friend“ zu sein.
Ein Kommentar