Die wichtigsten Spiele des 14. Spieltages

Nach der letzten Länderspielpause in diesem Kalenderjahr wird in der 2. Bundesliga der Endspurt für die Hinrunde eingelegt. Gleich zwei Lokalderbys stehen am 14. Spieltag an. Der Karlsruher SC reist nach Stuttgart zum Erzrivalen und in Fürth steigt das legendäre Frankenderby.

Stuttgart gegen Karlsruhe

Es ist eine tiefgreifende und hasserfüllte Rivalität zwischen dem VfB und dem KSC. Treffen die Schwaben und Baden aufeinander, geht es nicht nur auf dem Platz heiß her. Das wichtigste Derby im südwestdeutschen Raum wurde in den vergangenen Jahren von Ausschreitungen auf den Rängen überschattet. Das letzte Aufeinandertreffen im Frühjahr 2017 endete mit einem Sieg der Stuttgarter, der VfB stieg auf und der KSC musste als Tabellenletzter in die 3. Liga absteigen.

Zwei Jahre später finden sich beide Vereine mit stark veränderten Kadern wieder in der 2. Bundesliga. Der VfB braucht am Sonntag um jeden Preis einen Sieg. Nach vier Niederlagen in den letzten fünf Ligaspielen rangiert der Bundesliga-Absteiger nur noch auf dem 3. Tabellenplatz. Die Konkurrenten aus Hamburg und Bielefeld drohen zu enteilen. Insbesondere in der Offensive mangelt es an der nötigen Durchschlagskraft. Beirren lässt sich VfB-Trainer Walter indes aber nicht und verspricht seinen Fans den Derbysieg.

Einfach wird das gegen den KSC aber nicht. Die Badener sind seit neun Pflichtspielen ungeschlagen und kassierten ihre letzte Liganiederlage Anfang September. Auch wenn die Punkteausbeute noch gesteigert werden kann, hat es Alois Schwartz geschafft, den Aufsteiger ins Tabellenmittelfeld zu führen. Vor allem die Moral stimmt bei den Badenern, in den vergangenen fünf Spielen gelang es der Mannschaft immer einen Rückstand wieder zu egalisieren. Der KSC braucht sich bei seinem Erzrivalen aus Stuttgart auf keinen Fall verstecken, auch wenn der letzte Derbysieg ganze 12 Jahre zurückliegt.

Fürth gegen Nürnberg

Im Fürther Ronhof steigt zur selben Zeit die Mutter aller Derbys. Seit 1904 besteht die Rivalität zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg und sie wird nach wie vor leidenschaftlich ausgetragen. Auf Jens Keller, den neuen Trainer an der Seitenlinie des Clubs, wartet gleich die große Bewährungsprobe. Nach einigen schwachen Auftritten sind die Nürnberger weit von ihren Saisonzielen entfernt. Mit einem Sieg im so prestigeträchtigen Derby könnte der Club noch in der Hinrunde eine Wende einleiten. Einfach wird dies aber nicht, der Club stellt die schlechteste Abwehr der Liga und im Sturm fehlt weiterhin ein echter Vollstrecker. Jens Keller wird einige Register ziehen müssen, um Nürnberg wieder auf die Erfolgsspur zu führen.

Die Spielvereinigung geht derweil als Favorit in die Partie und kann mit einem Sieg weiter oben angreifen. Cheftrainer Stefan Leitl hat das kriselnde Kleeblatt stabilisiert und wieder in die obere Tabellenhälfte auf Rang 6 geführt. Sein Vertrag wurde daraufhin in dieser Woche bis 2021 verlängert. Mit Branimir Hrgota und Daniel Keita-Ruel haben die Fürther ein treffsicheres Duo im Sturm, wenngleich die Torausbeute der Spielvereinigung mit erst 16 erzielten Toren noch ausbaufähig ist. Schafft der Club die Wende oder wird das Kleeblatt weiter in der Tabelle nach oben klettern? Die Antwort bekommen wir am Sonntag.

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