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Doppelpacker macht Aue froh: Jonjic hatte kurz "Eierflattern"

© IMAGO / Kruczynski

Dank Doppeltorschütze Antonio Jonjic ist das Comeback von Pavel Dotchev an der Seitenlinie des FC Erzgebirge Aue gelungen. Gemeinsam mit Teamchef Marc Hensel feierte der Rückkehrer einen 2:0-Sieg gegen Heidenheim, der die Gemüter vorerst ein wenig beruhigt – aber noch hat der FCE nichts erreicht, das wussten auch die Beteiligten.

"Sonst wären wir abgeschlagen"

"Ich hatte einmal kurz Eierflattern, als Martin Männel einen Schuss mit einer Hand noch gehalten hat", berichtet Antonio Jonjic nach dem geglückten Einstand von FCE-Interimstrainer Pavel Dotchev. Selbst sorgte der 22-Jährige mit zwei Treffern für große Freude – nicht nur beim Publikum. "Es war echt eine gute Partie von uns. Es war ein richtiger Kampf, ein richtiges Drecksspiel", zeigte sich Jonjic erleichtert. Doch der Mittelstürmer mahnte: "Am Ende war es nur ein Sieg, wir sind immer noch unten drin."

Nun aber wieder mit Anschluss zum rettenden Ufer, denn mit elf Punkten stehen die Veilchen nun einen Zähler hinter Sandhausen (Platz 16) und zwei Punkt hinter Hannover (Platz 15) und Dresden (Platz 14). "Jetzt haben wir eine kleine Serie gespielt und das mussten wir auch, wenn wir ehrlich sind. Weil sonst wären wir jetzt schon abgeschlagen", stand auch Teamchef Marc Hensel zwischen Freude und Sorge. Nicht wenig ist dem 35-Jährigen für den Erfolg zuzuschreiben, der bescheiden blieb: "Wir wollen alle Verantwortung übernehmen und da kann auch keiner wegrennen. Ich versuche von Früh bis Spät für die Sache zu kämpfen und das machen die Jungs auch."

Dotchev zwischen Glück und Zufriedenheit

Mit dieser Bereitschaft konnte der FCE nun auch wieder das Publikum auf seine Seite ziehen. "Wir haben ein Umfeld, das uns in jeder Sekunde anpeitscht. Die Zuschauer sind da und geben unserer jungen Truppe das Gefühl, dass immer etwas gehen kann", freute sich Hensel auch über die Unterstützung von den Rängen. Nicht wenige davon erinnerten sich an Pavel Dotchev, der als Sportlicher Leiter und Interimstrainer den ersten Sieg im ersten Spiel feierte.

Der 56-Jährige war glücklich, aber nicht rundum zufrieden. "Wir haben ein sehr aufwendiges Spiel gemacht und haben genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben", lobte Dotchev seine Elf, die zunächst eine Weile brauchte, um in die Partie zu kommen. "Heute ist das frühe Attackieren gut aufgegangen. Das ist sehr, sehr aufwendig und kostet viel Kraft", zeigte der Interimstrainer auch Verständnis für wackelige Phasen. Aber Dotchev forderte, "aktiv zu bleiben, auch wenn die Beine schwer sind" – und das setzte das Team um. "Es lag heute nicht nur an Heidenheim, weil sie es schlechter gespielt haben. Wir haben ihnen das Leben schwer gemacht, weil wir es sehr gut gemacht haben", so Dotchev. Nach der Länderspielpause geht es in Rostock (20. November) weiter.