Dresden erfreut über knappen Heimsieg: "Zumindest nicht unverdient"

Nachdem die SG Dynamo Dresden zuletzt drei Mal in Folge Unentschieden spielte, holte die Fiel-Elf gegen Jahn Regensburg endlich wieder einen Sieg. Auch, weil Florian Ballas sich kurz vor Ende ein Herz fasste.

Dresden verliert den Faden

Erst zum zweiten Mal stand Florian Ballas in dieser Saison in der Startelf. Ebenfalls zwei Mal war er zuvor lediglich für jeweils 13 Minuten eingewechselt worden, drei Mal blieb er auf der Bank. Keine optimalen Einsatzzeiten für den Innenverteidiger, der sich im Spiel gegen Regensburg auch noch einen Patzer leistete: Ballas konnte einen Steilpass nicht vernünftig klären, George schob ein - der Jahn führte (27.). Es sah nach einem Tag zum Vergessen aus.

Denn auch insgesamt agierte Dresden nicht konsequent in der ersten Halbzeit. Ein Umstand, den die Spieler im Anschluss gegenüber dem Vereins-TV unmissverständlich ansprachen: "Es war in der ersten Halbzeit mit Sicherheit nicht das, was wir uns vorgestellt haben", erklärte etwas Chris Löwe. Dzenis Burnic stimmte zu: "Wir haben ein bisschen den Faden verloren."

Fiel bietet Alternative - Ballas schlägt zurück

Und auch Trainer Fiel sah gerade in der ersten Halbzeit "sehr viel zu verbessern". So viel sogar, dass er seiner Mannschaft anbot, den Spielstil umstellen zu dürfen - wenn sie den wolle: "Wir haben in der Halbzeit darüber gesprochen: Wenn wir Angst davor haben, Räume anzubieten und nicht spielen wollen, dann macht es keinen Sinn, wenn ich zu Kevin Broll sage: Hey, wir müssen spielen", gab der Trainer auf der Pressekonferenz Einblick: "Wenn ich da zu viele Spieler drin sitzen habe, die sagen: Lass uns den Ball lang spielen, wir gehen auf den zweiten Ball – dann wäre es für mich ein harter Moment gewesen. Aber es macht mich glücklich, dass die Mannschaft klar geantwortet hat: Das ist die Art und Weise die wir spielen wollen und wir können nur so erfolgreich sein."

Und das ging auf: Koné erzielte in der 55. Minute den Ausgleich, es schien aber nicht, als wäre auch noch der sieg drin. Doch dann tauchte plötzlich Florian Ballas vorne auf, zog aus der Distanz ab und knallte die Kugel zum Siegtreffer ins Eck (89.). "Das ist Erleichterung pur. Ich freue mich sehr für ihn", so Dzenis Burnic: "Er hat die letzten Wochen wenig gespielt, so kann man immer antworten."

Ballas sorgte in Dresden für eine versöhnliche Stimmung: "Wir wussten, dass wir einen Sieg benötigen, um in der Tabelle einen Schritt nach vorne zu kommen", freute sich Chris Löwe über den knappen Heimsieg: "Ich glaube, aufgrund der zweiten Halbzeit ist es nicht glücklich. Ob es verdient ist, weiß ich nicht - aber zumindest nicht unverdient."

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