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Dresden: Erleichterung nach Sieg gegen Duisburg

Durch einen 3:1-Erfolg beim MSV Duisburg beendete Dynamo Dresden eine Durststrecke und überwintert im gesicherten Mittelfeld. Im Vorfeld hatte es atmosphärische Störungen gegeben.

Systemumstellung fruchtet

Nachdem Dresden die letzten beiden Partien gegen Kiel und in Paderborn klar verloren hatte, wuchs der Unmut bei Fans und Mannschaft zusehends. Umso wichtiger waren daher die drei Punkte am Sonntag in Duisburg. Dynamo spielte erstmals unter Maik Walpurgis mit Viererkette und zwei Stürmern, und das machte sich auch gleich bezahlt: Der in der jüngeren Vergangenheit kaum berücksichtigte Lucas Röser köpfte eine maßgenaue Flanke von Baris Atik nach vier Minuten zum 1:0 ein. "Die schnelle Führung hat uns voll in die Karten gespielt. Danach war der desolate Platz ein Vorteil für uns", meinte Walpurgis auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. In der Tat war der Rasen in der Schauinsland-Reisen-Arena nicht mehr als solcher erkennbar. Tiefe Schlammpfützen prägten das Bild und machten ein gepflegtes Passspiel nahezu unmöglich. Doch die Gäste kamen damit besser zurecht und erhöhten in der Nachspielzeit der ersten Hälfte durch den starken Atik auf 2:0.

"Genießen jetzt die Weihnachtszeit"

"Ich muss der Mannschaft ein Riesenkompliment machen, wie sie heute von der ersten Minute an zusammen als kompletter Block auf diesem Acker agiert hat. Wir haben zur richtigen Zeit die Tore gemacht", befand Sören Gonther, der mangels Alternativen auf der Linksverteidiger-Position aufgeboten worden war. "Es ist ein paar Jahre her, dass ich da gespielt habe. Aber da es nicht meine erste Partie dort war, weiß ich schon, wie man die Position spielen muss", so der 32-Jährige. Auch in der zweiten Halbzeit hatten die Sachsen das Geschehen im Griff und erhöhten durch Moussa Koné. Die schwachen Duisburger kamen lediglich zum 1:3 durch Cauly (66.). "Einer ist für den anderen in die Bresche gesprungen. Wir genießen jetzt die Weihnachtszeit und dann starten wir im neuen Jahr mit vollem Elan", sagte Kapitän Patrick Ebert. Mit nun 25 Punkten verbringt die SGD die Winterpause auf Rang zehn und hat den Abstand auf den Relegationsplatz, auf dem weiterhin Duisburg verharrt, auf zwölf Zähler vergrößert.

Aosman: Ärger am Flughafen

Vor dem Spiel hatte es einige Aufregung um Aias Aosman gegeben. Der Mittelfeldspieler war kurzfristig suspendiert worden, da er laut Sportgeschäftsführer Ralf Minge "unsere Werte im Umgang miteinander mit Füßen getreten" habe. Die "Bild"-Zeitung will jetzt in Erfahrung gebracht haben, dass ein Disput mit Sicherheitskräften am Düsseldorfer Flughafen der Grund für die Ausbootung gewesen sein soll. Als Aosman kontrolliert werden sollte, habe es ein laustarkes Wortgefecht gegeben.