Dresden nach Hannover-Pleite frustriert: "Fühlt sich sehr schlecht an"

Mit Hannover 96 empfing Dynamo Dresden am Samstag eine Mannschaft, die vor der Saison als Favorit für diese Partie gegolten hätte. Nach einem missglückten Saisonstart allerdings waren die Roten angeschlagen - und erholten sich ausgerechnet gegen Dynamo wieder.
Niederlage "sehr, sehr bitter"
Eigentlich hatte Dynamo selbst auf einen Befreiungsschlag gehofft: Die 4:1 Niederlage gegen den FC Erzgebirge Aue wirkte noch nach - doch die Gäste aus Niedersachsen hatten etwas dagegen. Hannover zeigte sich gegenüber den letzten Auftritten merklich verbessert und kam im Verlaufe des zweiten Durchgangs durch Verteidiger Julian Korb (72.) und den eingewechselten Cedric Teuchert (89.) zu einer 2:0 Führung, die bis zum Ende hielt.
"Der Knackpunkt war das 1:0. Danach haben wir versucht aufzumachen, mit zehn Mann", fasste Jannik Müller einen Tag später beim Vereins-TV zusammen. Kreuzer war in der 65. Minute mit glatt Rot vom Platz geflogen - ebenso wie sein Gegenüber Miiko Albornoz, der sich die Ampelkarte abgeholt hatte: "Wir haben alles rausgehauen und alles gegeben. Aber es sollte gestern nicht sein. So ist die Niederlage sehr, sehr bitter."
Dabei war die Leistung der Dresdener durchaus engagiert. Allein zu richtigen Torchancen kam Dynamo nicht: "Wir schaffen es nicht aus den Räumen, die wir uns erarbeiten, zwingende Torchancen zu machen", so Müller. Auch Jannis Nikolaou sah darin das größte Problem: "Wir sind nicht genug in die Box gekommen. Daraus resultiert dann, dass wir nicht so zwingend sind."
Länderspielpause kommt genau richtig
Damit blieb den Dresdenern am Ende nur, sich über eine bittere Niederlage zu ärgern: "Auch einen Tag später fühlt es sich noch sehr, sehr schlecht an. Wir haben schon viel investiert", so Nikolaou: "Wir wollten auch unbedingt gewinnen, nach dem Spiel letzte Woche." Auch der Anhang hätte lieber einen Erfolg gesehen: "Die Fans haben ihren Unmut kund getan. Für den ganzen Verein ist das ein wichtiges Spiel gewesen."
Auch Christian Fiel war natürlich nicht gerade erfreut über die Pleite, hielt sich mit Kritik aber zurück: "Ich kann den Jungs heute, wenn ich ehrlich sein darf, keinen großen Vorwurf machen. Für mich haben sie heute ihr Bestes gegeben", so der Coach: "Das ist nach dem Ergebnis vielleicht für viele nicht zu verstehen, aber das ist das, was ich heute gesehen habe. Eine Mannschaft, die alles gegeben und ihr Bestes versucht hat."
Nun steht die Länderspielpause an - gutes Timing, findet Jannik Müller: "Ich denke, die kommt zur richtigen Zeit. Für unser Spiel ist es wichtig, dass wir Selbstvertrauen haben. Und das ist durch die letzten zwei Niederlagen ein bisschen gesunken. Deswegen gilt es, dass wir uns in den nächsten 14 Tagen wieder aufrichten."