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Dresdens emotionale Reise: Gonther-Rückkehr und Testroet-Shirts

Was hatte man auch anderes erwarten können von einem Montagabendspiel am Millerntor: 2:2 trennten sich der FC St. Pauli und Dynamo Dresden in einem umkämpften Match, beide Vereine teilen sich jetzt punktgleich und mit identischem Torverhältnis Rang sechs. Ein besonderes Spiel war es auch für Dresdens Neuzugang Sören Gonther, der vor wenigen Wochen noch für den Gegner aufgelaufen war.

Gonthers emotionale Rückkehr

Fünf Jahre hatte Gonther zuvor für den FC St. Pauli gespielt, er war lange Kapitän der Kiezkicker und wurde bei seiner Rückkehr auch als Dresdner gefeiert. "Das war ein schöner Moment für mich, ich habe die Atmosphäre genossen und bin mit Gänsehaut eingelaufen", sagte Gonther nach dem Abpfiff. "Die Zeit auf St. Pauli war eine ganz besondere in meinem Leben." Fußball wurde dann aber auch noch gespielt an diesem Abend, und wie: In Halbzeit eins waren die Gäste aus Dresden besser, im zweiten Durchgang St. Pauli, das Spiel endete 2:2, logisch. Am Ende konnten zumindest die Gäste gut mit der Punkteteilung leben. "Aufgrund des Spielverlaufs war es ein gerechtes Unentschieden", sagte Lucas Röser, der für den letzten Treffer der Partie gesorgt hatte (73.). Zuvor hatte für St. Pauli zweimal Christopher Buchtmann getroffen (22. und 69.), und Marco Hartmann (29.) für Dresden.

In Gedanken bei Testroet

Mit vier Punkten aus zwei Spielen hat Dresden einen gelungenen Start in die neue Saison hingelegt, was auch daran liegt, dass einige der Neuen bereits jetzt Verstärkungen sind. Rico Benatelli spielte im Mittelfeld stark auf und zeigte nicht nur bei der tollen Vorarbeit zum zwischenzeitlichen 1:1, was in ihm steckt. "Den Ball spielt er überragend, ich muss ihn eigentlich nur noch rein schieben", sagte Torschütze Hartmann. Gonther gab einen umsichtigen Abwehrchef und Röser (von Drittligist Großaspach gekommen) zeigte, dass er auch in Liga zwei treffen kann. In Gedanken aber war die Mannschaft bei Angreifer Pascal Testroet, der sich in der Woche zuvor schwer verletzt hatte: Riss des vorderen Kreuzbandes sowie des Innenbandes, auch der Innenmeniskus hat etwas abbekommen – Testroet wird mehrere Monate ausfallen. Es sei deshalb eine Geste gewesen, dass sich die ganze Mannschaft in Testroet-Shirts warm gemacht hatte, sagte Hartmann später: "Als Mitspieler leidet man da extrem mit, das ist extrem bitter für Paco, gerade zu diesem Zeitpunkt. Deshalb war es eine kleine Symbolik, um zu zeigen, dass wir in den kommenden Wochen und Monaten in Gedanken bei ihm sind."