Dritte Pleite in Folge: Druck beim 1. FC Magdeburg steigt

Zwölf Spieltage gespielt und noch immer steht nur ein Sieg auf der Haben-Seite des 1. FC Magdeburg. Die Mannschaft hadert mit der eigenen Chancenverwertung – und der Druck auf Trainer Jens Härtel nimmt langsam zu.

Das Warten auf den zweiten Sieg geht weiter

Als der Schiedsrichter nach 90 Minuten das Spiel beendete, schien die Aufstiegseuphorie beim 1. FC Magdeburg endgültig verflogen. Wieder hatte die Mannschaft von Trainer Jens Härtel es verpasst, einen Sieg einzufahren – trotz bester Gelegenheiten. Dazu kommt, dass der FCM zum nunmehr dritten Mal in Folge ohne Punkte am Ende eine Spieltags dasteht: Die Lage spitzt sich zu.

Dabei kam der Aufsteiger gegen den SV Darmstadt eigentlich gut in die Partie: Gleich in der 3. Minute hatte Philipp Türpitz die Führung auf dem Fuß, auch in der Folge sah Trainer Jens Härtel eine gute Partie seiner Mannschaft. Das Problem: Die Tore blieben aus. Der SV Darmstadt machte es hingegen besser: In der 43. Minute traf Serdar Dursun quasi aus dem Nichts zur Gastgeber-Führung: "Der Rückstand kurz vor der Pause entstand nach einer Fehlerkette. Wir wussten, dass es dann schwierig wird", so Härtel gegenüber der "Volksstimme": "Der Unterschied ist momentan, dass ein Gegner, der nicht unbedingt mehr Chancen hat, trotzdem die Tore macht."

Und so nahm das Unglück seinen Lauf: In der 60. Minute traf Hammann per Kopf nur in den eigenen Kasten, dem Anschlusstreffer durch Bülter in der 71. Minute ließ Darmstadt da 3:1 in Person von Sulu folgen. "Die Partie erinnert mich ein bisschen an die vergangenen Spiele. Für uns war wie so oft mehr drin", bilanzierte Bülter nach der Partie: "Die momentane Situation nervt zwar, es bringt aber nichts, jetzt den Kopf in den Sand zu stecken. Wir müssen weiter hart arbeiten."

Trainerdiskussion in Magdeburg?

Das gilt auch für Trainer Jens Härtel, der so langsam Punkte braucht: "Druck ist immer da. Die Ergebnisse müssen schon irgendwann kommen", weiß der Trainer: "Es ist klar, dass alle unruhig werden. Eine Trainerentlassung ist aber die Option, die man am einfachsten ziehen kann." Über fehlenden Rückhalt aus der sportlichen Führung beklagt sich der Trainer aktuell noch nicht: "Ich brauche keinen doppelten Boden oder Rückhalt. Wenn die Aussagen so sind und wenn sie der Meinung sind, dass es ein anderer besser machen kann, dann muss ich das akzeptieren. Das ist so, wenn du keinen Punkte holst."

Auch im Heimspiel gegen Regensburg soll der Coach weiterhin auf der Bank sitzen. Die Devise ist klar: "Ich glaube an die Mannschaft, an den Trainer", so Kapitän Nils Butzen gegenüber der "Volksstimme": "Wir müssen uns jetzt der Kritik stellen, dann geht es aber weiter."

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