Dritter Sieg in Folge: Eintracht kommt in Fahrt
Mit dem dritten Dreier in Folge hat Eintracht Braunschweig seinen erfolgreichen Lauf auch nach der Länderspielpause fortgesetzt. Die Niedersachsen gewannen am 6. Spieltag ihr Auswärtsspiel beim FSV Frankfurt mit 3:0 und das obwohl man knapp 20 Minuten in Unterzahl agieren musste, nachdem Omladic die Rote Karte gesehen hatte. Für die Treffer sorgten Reichel (43.), Holtmann (71.) und Boland (83.).
Nicht nur, dass die Eintracht den dritten Sieg in Folge bejubeln konnte – sie blieb auch zum dritten Mal nacheinander ohne Gegentor. Eine wichtige Erkenntnis für Trainer Torsten Lieberknecht, nachdem es anfangs mit der Systemumstellung gerade im Defensivverbund einige Unstimmigkeiten gegeben hatte. Außerdem war an diesem Sonntag ausschlaggebend, dass Braunschweig in den wichtigen Momenten die Tore erzielte – kurz vor der Halbzeit und dann, als die Hessen drauf und dran waren, den Ausgleich zu erzielen.
Als Top-Torjäger des BTSV kristallisiert sich allmählich Mittelfeldmann Ken Reichel heraus. Mit seinem bereits dritten Saisontreffer leitete er unmittelbar vor der Pause am Bornheimer Hang den Sieg ein. Nach der Halbzeit hatten die Gäste eine starke Drangphase des FSV zu überstehen. Das gelang mit einem sicheren Rückhalt im Tor und etwas Glück. Erst köpfte Frankfurts Verteidiger Joan Oumari nach einer Ecke knapp neben das Tor, dann zeichnete sich Keeper Rafal Gikiewicz bei einem weiteren Kopfball des Deutsch-Libanesen aus (59.). Nur wenige Sekunden später klärte Eintracht-Stürmer Emil Berggreen einen knappen Meter vor der Torlinie spektakulär, als er zu einem wuchtigen Befreiungsschlag per Volley ansetzte und nur die Latte des eigenen Gehäuses ein Eigentor verhinderte (60.).
Dann fing sich die Gäste-Elf wieder und beendete die Drangphase des FSV mit dem 0:2 durch Joker Gerrit Holtmann.
Omladics unnötiger Aussetzer
Eine Undiszipliniertheit von Nik Omladic trübte den Auswärtssieg ein wenig. Der Slowene wurde für sein Nachtreten gegen Frankfurts Kapitän Manuel Konrad in der 73. Minute für zwei Spiele gesperrt. An der Seitenlinie im Mittelfeld war es ohnehin schon eine unnötige Aktion. Die Tatsache, dass Braunschweig zu dem Zeitpunkt bereits mit 2:0 führte und das Spiel im Griff hatte, lässt den Aussetzer des Mittelfeldspieler, der erstmals in dieser Saison in der Startformation stand, noch überflüssiger erscheinen.
Umso disziplinierter agierten Omladics Mannschaftskollegen in Unterzahl, indem sie für einen weiteren Treffer sorgten. Wieder war Holtmann beteiligt, als er mit viel Übersicht und genauer Flanke per Außenrist Mirko Boland bediente – Lieberknecht bewies das berühmte „glückliche Händchen“ mit der Hereinnahme Holtmanns. Der Trainer lobte sein Team anschließend ausdrücklich: „Nach der Roten Karte lief es eigentlich sogar besser, wir haben das Spiel kontrolliert“, war Lieberknecht angetan. „Für uns ist es ein glücklicher Sieg, der mit 3:0 etwas zu hoch ausfällt.“
Mit diesem Resultat gehen die Blau-Gelben mit ordentlich Selbstvertrauen in das anstehende Nordduell mit dem FC St. Pauli im eigenen Stadion. Es ist gleichzeitig das Topspiel des kommenden Spieltages. Die Eintracht als Tabellensechster gegen den Dritten aus Hamburg.