"Dürfen nicht zu euphorisch sein": F95 setzt weiter auf Demut
Zum ersten Mal in dieser Saison konnte Fortuna Düsseldorf zwei Siege in Folge einfahren. Nach dem gelungenen Abschluss der Hinrunde blieb die Mannschaft um Kapitän Florian Kastenmeier auch im ersten Spiel der Rückrunde erfolgreich. Der Torwart war zufrieden - weitestgehend.
"Manchmal braucht man als Stürmer Geduld"
Es war ein später Sieg, aber es war ein Sieg. Als Cedric Itten die Kugel in der 87. Spielminute über die Linie drückte, war der Jubel in Düsseldorf groß. Zumal die Fortuna vorher regelmäßig Chancen in den Sand gesetzt hatte. "Manchmal braucht man als Stürmer Geduld, weil man an nicht so vielen Aktionen wie die anderen beteiligt ist. Ich musste sie heute bis zum Schluss aufbringen und habe die Chance dann genutzt", erklärte der Siegtorschütze schließlich nach Abpfiff. Und was half besonders? "Die Mannschaft ist im Trainingslager enger zusammengewachsen", so Itten.
Entsprechend war auch Kapitän Florian Kastenmeier nach Abpfiff zufrieden. "Mir wäre es auch lieber, wenn wir mal frühzeitiger ein Tor machen würden, um besser im Spiel zu sein. Das ist aber leichter gesagt als getan", atmete der Torhüter auf. Dem 28-Jährigen war bewusst, was für den Sieg nötig war: "Wir haben heute sehr hohen Aufwand betrieben. Defensiv war es sehr, sehr gut. Wir wussten, dass Standardsituationen der Dosenöffner sein können, und so war es auch." Düsseldorf konnte sich sogleich aus dem Tabellenkeller befreien und auf Platz 14 springen.
"In allen Bereichen ist der Plan aufgegangen"
Die Erleichterung war genauso zu spüren. "Danach haben wir es über die Zeit gebracht. Respekt an alle für diese Leistung", erläuterte Kastenemeier, wie intensiv die Schlussminuten wahrgenommen wurden. Aber der Torhüter war angesichts der Leistung auch zuversichtlich für die kommenden Aufgaben: "In allen Bereichen ist der Plan aufgegangen, auch wenn wir mehr als ein Tor hätten schießen können oder müssen." Trotzdem wird der 28-Jährige keine voreiligen Schlüsse ziehen, wie er klarstellt. "Wir dürfen aber nicht zu euphorisch sein, denn es war das erste Spiel von 17", mahnte Kastenmeier zur Vorsicht. Denn ein Lucky Punch ist zwar ein starkes emotionales Mittel, gewiss aber keine Selbstverständlichkeit.