Düsseldorf: Defensive Stabilität als Schlüssel zum Erfolg
Als Tabellensechster findet sich Fortuna Düsseldorf nach 15 Spieltagen im oberen Drittel der Liga wieder. Nach einer schwierigen vergangenen Saison, in der die Rheinländer erst am letzten Spieltag mit einem 2:0 in Braunschweig den Klassenerhalt sicherten, kommt diese beachtliche Entwicklung durchaus überraschend. Einer der Bausteine für den Aufschwung unter Trainer Friedhelm Funkel ist die starke Defensive.
Rensing sieben Mall „zu Null“
Nur die Abwehrreihen vom 1. FC Kaiserslautern und 1. FC Heidenheim ließen mit je 13 gegnerischen Toren eins mehr zu als die Verteidiger der Fortuna. In sieben von 15 Spielen blieb F95-Keeper Michael Rensing ohne Gegentor. In fast jedem zweiten Spiel behält der 28-Jährige also eine „weiße Weste“. Ligaweit können da nur Lauterns Julian Pollersbeck und Heidenheims Kevin Müller (beide ebenfalls sieben Spiele ohne Gegentor) mithalten. In der Verteidigung weiß vor allem Youngster Robin Bormuth in seiner ersten Zweitliga-Saison zu gefallen. Beim 2:2 gegen Hannover erzielte der 21-Jährige seinen Premierentreffer im Profi-Fußball.
Ladehemmung bei Hennings
Was den Düsseldorfern im Vergleich zu den Spitzenteams noch fehlt, ist ein Top-Torjäger. Derzeit ist Rouwen Hennings mit fünf Treffern aus 13 Partien der beste Knipser der Funkel-Elf diese Bilanz ist zwar solide, mehr aber für Stürmerverhältnisse nicht. Zumal auch er zuletzt unter Ladehemmung litt. Im November blieb der vor der Saison aus England zurückgekehrte Angreifer ohne Tor. Außer ihm traf lediglich der vierfache Saisontorschütze Ihlas Bebou öfter als zwei Mal.
Der Rückstand auf Platz drei, der am Ende der Spielzeit zur Aufstiegs-Relegation berechtigen würde, beträgt vier Punkte. Mit einem Sieg am Freitag (18.30 Uhr) gegen Nürnberg könnten Hennings und Co. den Druck auf Hannover 96 erhöhen. Hält Rensing seinen Kasten erneut sauber, reicht hierzu bereits ein Tor.