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Düsseldorfer Punktgewinn dank "wahnsinniger Atmosphäre"

IMAGO / Eibner

In einem turbulenten Spiel gegen Holstein Kiel konnte sich Fortuna Düsseldorf in den letzten Minuten einen Punkt beim 2:2-Unentschieden erkämpfen. Der treibende Faktor für den belohnten Kraftakt wurde von den Akteuren dabei auf den Tribünen gefunden.

Ein Hin und Her

Den Saisonstart der Fortuna konnte getrost als durchwachsen zusammengefasst werden. Nach einem 2:0-Erfolg in Sandhausen zum Start folgten zwei Niederlagen gegen Bremen (2:3) und Nürnberg (0:2). Auch gegen Holstein Kiel taten sich die Mannen aus der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt lange schwer. Gleich zweimal gerieten sich dabei gar in Rückstand. "Wenn man zwei Mal in Rückstand gerät und trotzdem einen Punkt holt, ist das erst einmal etwas Positives", wollte Cheftrainer Preußer nach dem Schlusspfiff dennoch festhalten. Während die Offensive zu gefallen wusste – und für den Punktgewinn kurz vor Schluss in Person von Peterson verantwortlich war (87.), wiesen die Düsseldorfer in der Defensive durchaus Mängel auf.

So habe seine Elf "den ein oder anderen Abwehrfehler gemacht, über den wir noch sprechen müssen. Gerade bei Flanken haben wir zu schlecht verteidigt", bemängelte Christian Preußer. Eine solche hatte bereits das 0:1 bereitet (5.). Zustimmung erhielt er dabei von Kapitän Bodzek, der befand: "Wir haben defensiv zwei Mal nicht aufgepasst und offensiv zu wenig Kapital aus unseren Spielanteilen geschlagen". Tatsächlich sprach die Verteilung der Torschüsse von 16:9 eigentlich für die Gastgeber.

Ein Ergebnis-Sport

Dass am Ende zumindest ein Punkt stand, obwohl die Gäste aus Norddeutschland aufopfernd kämpften, lag derweil an einem ganz anderen Faktor, wie die Akteure einstimmig beschlossen: Den 16.349 Fans im Stadion. "Es war der Wahnsinn, welche Atmosphäre in der Arena geherrscht hat. Diese Atmosphäre ist das, was uns Fußballern im letzten Jahr so gefehlt hat", schwärmte Torschütze Peterson, der für die Fans "den ersten Heimsieg holen" wollen würde. Trainer Preußer befand gar, dass den Zuschauern eine zentrale Rolle im Spiel der Düsseldorfer zukam: "Dass die Fans uns trotz des frühen Rückstands so super unterstützt haben, hat uns dabei geholfen, ins Spiel zurückzukommen."

So fühlte sich das 2:2 am Ende beinahe an wie ein Sieg für die Düsseldorfer, doch Fakt ist, dass nach vier Spieltagen immer noch lediglich vier Punkte auf dem Konto der hochklassig besetzten Fortuna stehen, die am Samstagmorgen Platz 11 bedeuten. "Wir wissen, dass die Ergebnisse aktuell nicht für uns sprechen und wir aus den ersten Spielen mehr Punkte hätten holen müssen", gestand Routinier Bodzek ein. So seien im Fußball eben "die Ergebnisse wichtig, und wir müssen es schaffen, unsere Leistungen in Ergebnisse umzumünzen". Eine weitere Chance dazu erhält die Fortuna im Topspiel am kommenden Samstagabend gegen Schalke 04.