Durch Bierofka: 1860 München schöpft neuen Mut
Der Trainer-Wechsel beim TSV 1860 München hat sich auf Anhieb bezahlt gemacht: Unter der Leitung von Daniel Bierofka zeigten die Münchner im Heimspiel gegen die Braunschweiger Eintracht eines ihrer besten Saisonspiele und siegten später aber verdient mit 1:0. Dadurch steht der Traditionsverein von 1860 nun wieder auf dem Relegationsrang und hat sogar den direkten Klassenerhalt wieder in der eigenen Hand. Spieler, Fans und Verantwortliche wirkten durch den Sieg merklich erleichtert.
"Biss, Aggressivität und Einsatzwille"
Nach den zuletzt blutleeren Auftritten gegen Karlsruhe, Bielefeld oder Duisburg waren die Löwen eigentlich auch schon zum Siegen verdammt. Gegen den MSV Duisburg kam dann auch noch Pech dazu, sodass die Lage immer bedrohlicher wurde und Trainer Benno Möhlmann den Verein verlassen musste. Der "Neue" war dann mit Daniel Bierofka ein alter Bekannter beim Verein und seine Art und Spielweise ließen frischen Wind durch die Allianz-Arena wehen. Schon vor der Pause war die Heimelf klar überlegen und verpasste das ein oder andere Mal einen Treffer: "Wir hätten nur das eine oder andere Tor machen müssen", so Bierofka dazu. Die Erleichterung nach Okoties Tor in der 87. Minute konnte man allen Beteiligten ansehen, insbesondere auch dem neuen Trainer: "Jetzt bin ich erst mal froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben. Wir sind damit wieder mittendrin, fahren nun mit einem anderen Selbstvertrauen zu St. Pauli. Ich habe heute viele positive Sachen gesehen. Wenn wir die am Freitag abrufen, dann sind wir auch am Millerntor nicht chancenlos.“
Spieler zeigen Reaktion
Aber nicht nur der Trainer zeigte an der Seitenlinie eine neue Energie und Intensität, sondern auch die Spieler auf dem Rasen. Mit Einsatzwillen, Laufbereitschaft und Ehrgeiz brachten die Münchner den Gegner aus Braunschweig immer wieder in große Probleme und erarbeiteten sich eine Vielzahl von Chancen. Auch die Fans bemerkten diesen Einsatzwillen und honorierten dies mit lautstarkem Support: „Das war heute ein Geben und Nehmen. Der Funke ist vom Platz auf die Tribüne übergesprungen und umgekehrt. So muss es sein", so Bierofka. Auch Stürmer Sascha Mölders lobte das eigene Spiel, die Fans und den Trainer: „Daniel Bierofka hat uns hervorragend eingestellt, wir hatten einen klaren Matchplan. Die Woche über haben wir taktisch gut gearbeitet. Mit dem Dreier sind wir wieder auf Platz 16, haben den Anschluss hergestellt und jetzt in den beiden letzten Spielen gegen die direkten Konkurrenten Paderborn und FSV Frankfurt wieder selbst in der Hand. Wir haben immer gesagt, dass wir den Klassenerhalt schaffen". Auch durch die Ergebnisse der Konkurrenz hat der TSV nun alles wieder selbst in der Hand und erwartet noch zwei echte Endspiele. Dazu soll die neue Philosophie des Trainers den Erfolg bringen, so Siegtorschütze Okotie: "Biero hat eine neue Spielphilosophie, ist sehr emotional und fordert von uns, den Gegner früher unter Druck setzen.“ Den nächsten Schritt gilt es dann am nächsten Spieltag beim FC St. Pauli zu gehen.