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Dutt nach Verwarnung: "Nicht mehr mein Sport"

Nach der 0:1-Niederlage beim Hamburger SV geriet Bochums Cheftrainer Robin Dutt auf dem Rasen mit Schiedsrichter Christian Dingert aneinander und sah die gelbe Karte. Der Übungsleiter äußerte anschließend sein Unverständnis und verlor gar "den Respekt vor der Autorität". 

"Das fühlt sich scheiße an"

Es wird in Zukunft häufiger zu beobachten sein: Seit dieser Spielzeit können nicht mehr nur die Spieler, sondern auch Trainer sowie Betreuer gelbe und rote Karten sehen. So kam es, dass die zweite Saisonniederlage des VfL Bochums beim HSV nach Spielende schnell in den Hintergrund rückte. Bochum-Trainer Robin Dutt lief auf den Rasen, redete kurz auf Schiedsrichter Dingert ein – und sah gelb.

"Der Schiedsrichter hat ein solides Spiel gemacht", ließ Dutt die Szene im Anschluss Revue passieren. "Ich habe ihn ganz normal zur Rede gestellt, weil ich ein gefährliches Spiel in der Nachspielzeit beobachtet habe. Die Situation war emotional und aufgeladen. Und der Schiedsrichter antwortet mir dann mit einem Grinsen im Gesicht: Ich kann ja auch mal einen Fehler machen. Daraufhin habe ich gesagt: Das kann doch nicht Ihr Ernst sein, Herr Dingert. Und dann bekommst du die gelbe Karte unter die Nase gehalten. Das fühlt sich scheiße an. Das ist nicht mehr mein Sport, da verliere ich den Respekt vor der Autorität."

Gelb für Trainer? Dutts klare Meinung

So schmerzlich die Niederlage auch war – ausgerechnet Ex-Bochumer Hinterseer hatte den entscheidenden Treffer erzielt – Robin Dutt hatte vor allem bezüglich der neuen Karten-Regelung noch Einiges mehr loszuwerden. Der 54-Jährige laut "Reviersport"-Bericht: "Ich bin in 20 Jahren noch nie auf die Tribüne geflogen und kann jedem Schiedsrichter noch in die Augen schauen. Jetzt gibt es die gelbe Karte und bei einem weiteren Wort auch noch die gelb-rote Karte. Das ist nicht mehr meine Welt, das macht keinen Spaß. Wir haben deswegen nicht verloren, aber du fühlst dich einfach so behandelt, als wenn du weiß wer bist."