Dynamo Dresden: Der Knoten scheint geplatzt

Die SG Dynamo Dresden hat sich mit einem überzeugenden 4:1-Heimsieg über den SV Darmstadt 98 den zweiten Sieg im dritten Spiel unter Trainer Maik Walpurgis gesichert. Die Dynamos scheinen unter dem neuen Übungsleiter wieder in die Spur zu finden und verloren auch unter der Woche nur unglücklich gegen den HSV.
"Hatten das Glück, das uns sonst gefehlt hat"
Dabei blieben die Spieler - trotz des hohen Sieges - auf dem Boden der Tatsache. Torschütze Patrick Ebert freute sich bei "Dynamo TV" aber über das zurückkehrende Fortune für seine Mannschaft: "Ich denke, das Glück, was uns beispielsweise gegen Hamburg noch gefehlt hat, hatten wir heute. Zwei abgefälschte Schüsse vor den Toren und zwei Lattentreffer vom Gegner hinten. Man muss auch realistisch sein, am Ende war es ein Tor zu hoch." In dieselbe Kerbe schlug auch Torschütze Philipp Heise, der offen und ehrlich zugab: "Mein Tor war auch mehr Glück als gewollt, der wird so abgefälscht und geht über den Torwart."
Dennoch war der Sieg am Ende verdient und auch die Punkteausbeute der Schwarz-Gelben aus den letzten Spielen gibt Grund zur Hoffnung. Mit sechs Punkten aus drei Spielen hat sich die SGD erstmal aus dem Tabellenkeller verabschiedet. Auch spielerisch und taktisch wirkt die Mannschaft schon in der kurzen Zeit deutlich verändert. Schon unter der Woche hätte man gegen den HSV mindestens einen Punkt verdient gehabt, vergab aber in den entscheidenden Momenten aussichtsreiche Chancen, sodass man am Ende mit leeren Händen und hängende Köpfen da stand.
Nach der Pause nochmal zugelegt
Auffällig anders war dabei gegen Darmstadt vor allem die Körpersprache der Gastgeber nach der Pause. Nach der anstrengenden ersten Hälfte und dem Wochenspiel vom Dienstag gegen den HSV hätte den Dynamos eigentlich irgendwann die Kraft ausgehen müssen. Doch die Mannschaft legte gar noch mehr Energie ins Spiel, was auch Trainer Walpurgis als ausschlaggebend erachtete: "Wir konnten nach der Pause nochmal zulegen und haben dann natürlich Glück mit den zwei Toren. Wir sind natürlich froh, dass wir uns und die Zuschauer mit dem Sieg belohnen konnten."
Viel Zeit zum Ausruhen bleibt den Dresdnern allerdings nicht. Unter der Woche geht es auswärts zum VfL Bochum, bevor am Wochenende die SpVgg Greuther Fürth nach Elbflorenz kommt. Einen Spieltag später steigt das Derby gegen den 1. FC Magdeburg. Bis dahin könnte Dynamo mit solchen Leistungen sämtliche Zweifel am eigenen Spiel - wie sie noch vor drei Wochen gehegt wurden - aus den Köpfen verbannen.