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Dynamo Dresden: Kutschke trägt sich mit Hattrick in Geschichtsbuch ein

Nach zwei unglücklichen Partien mit dem torlosen Unentschieden in Heidenheim und der 0:1-Niederlage im DFB-Pokal gegen Bielefeld feierte Dynamo Dresden mit dem 3:2-Heimsieg über Tabellenführer Eintracht Braunschweig ein wahres Fußballfest.

Braunschweig bis zur 60. Minute Herr im fremden Haus

Bis zur 60. Spielminute zeigte der Gast aus Braunschweig, warum er an der Spitze der 2. Bundesliga steht. Der BTSV hatte das Spiel jederzeit unter Kontrolle. Ohne Chancen von Dynamo zu ermöglichen, erspielten sie sich gelegentlich durch schnörkelloses und gefälliges Spiel in die Spitzen gefährliche Torraumszenen. Schon die erste von diesen nutzte Hernandez in der 10. Minute zum 0:1 aus. Nach Kumbelas Schuss an das Gebälk zeigte sich Hernandez gedankenschneller als die gesamte Dynamo-Abwehr und köpfte zur frühen Führung ein. In der Folge versuchte sich Dynamo über sichere Ballbesitzstaffetten zum gegnerischen Tor zu kombinieren. Mehr als Ballbesitzanteile sprangen dabei allerdings nicht heraus. Die Eintracht beschränkte sich auf der anderen Seite bis zur Halbzeit auf die sichere Defensive und verwaltete so den knappen Vorsprung.

Weckruf in der 2. Halbzeit belebt Dresden

Als Schönfeld kurz nach Wiederanpfiff einen Fehler im Dresdner Spielaufbau ausnutzte, den Ball abfing und Eintracht-Torjäger Kumbela anschließend eiskalt ins lange Eck vollstreckte, schien die Partie entschieden. Dresden agierte unkonzentriert und zu fahrig im Spielaufbau. Folglich hatte Braunschweig wenig Mühe das Spiel zu kontrollieren. So lag das 0:3 deutlich näher als ein eventuelles 1:2. Schwäbe im Tor der Dresdner bewahrte in dieser Phase des Spiels sein Team mehrfach vor einem höheren Rückstand. Mit der Einwechslung von Testroet und der damit verbundenen Umstellung auf zwei Stürmer in der 61. Minute brachte Dynamo-Trainer Neuhaus aber Bewegung in das bis dahin statische Spiel seiner Mannschaft. Dieser Weckruf sollte im Folgenden seine Wirkung nicht verfehlen.

Kutschke-Hattrick für drei Punkte und das Vereinsgeschichtsbuch

Nur wenige Zeigerumdrehungen später begann die Kutschke-Gala. Mit seinen Toren in der 69., der 74. und der 81. Minute stellte er das Spiel auf den Kopf und sicherte seinen Farben die drei Punkte. Braunschweig schien dagegen in der 68. Minute gedanklich schon bei den Siegesfeierlichkeiten in der Kabine zu sein. Dementsprechend gelang es dem Tabellenführer nicht mehr, den Schalter umzulegen und gegen die nun entfesselte Dresdner Offensive gegenhalten zu können. Neben den Abwehrschwächen beim 1:2 und 3:2 begünstigte ein Fehler von Gäste-Keeper Fejzic unmittelbar vor dem 2:2 den Dresdner Sturmlauf. In nur zwölf Minuten gab der Tabellenführer somit einen sicher geglaubten Sieg aus der Hand. Mit dem ersten Hattrick eines Dynamo-Spielers in der 2. Bundesliga leitete Kutschke die Feierlichkeiten im DDV-Stadion ein. Die schwarz-gelben Fans erlebten somit einen vorgezogenen Feiertag im Dresdner Tollhaus.