• Facebook
  • Twitter

Dynamo Dresden: Luft im Abstiegskampf wird dünner

© imago images / Picture Point LE

Die Luft bei Dynamo Dresden wird immer dünner. Nach der erneuten 1:2-Niederlage im Abstiegsduell gegen den VfL Bochum fehlen bei den Sachsen im Anschluss die Erklärungen. Auch die Hoffnung zu behalten, erscheint immer schwieriger.

Ein zähes Spiel

Dass das Duell zwischen den beiden angeschlagenen Mannschaften aus Dresden und Bochum kein fußballerischer Höhepunkt werden wird, war wohl allen vor dem Spiel klar. Entsprechend ging die Partie auch torlos in die Pause. "Die erste Halbzeit war zwar etwas besser als in den letzten beiden Spielen", befand Dynamo-Innenverteidiger Jannis Nikolaou nach dem Spiel im Interview mit 'Tag24' – hierbei verwies er wohl vor allem auf das letzte Heimspiel, als Darmstadt gleich dreifach in den ersten 45 Minuten treffen konnte. Trotzdem gingen die Dresdner nach der Pause direkt in Rückstand, als der kurz zuvor eingewechselte Ganvoula für die Gäste aus Bochum einnetzen konnte (63.). Die Antwort folgte prompt: Nikolaou konnte eine Ecke von Ebert aus kurzer Distanz über die Linie drücken (70.).

Dresden machte im heimischen Rudolf-Harbig-Stadion fortan Druck. "Danach hatten wir offensiv unsere beste Phase – fünf oder zehn Minuten", empfand auch der Torschütze. Doch aus "unerfindlichen Gründen" konnte dieser Druck nicht aufrecht gehalten werden. Im Ganzen konnte das Spiel, so Dresden-Trainer Markus Kauczinski auf der anschließenden Pressekonferenz, als "zerfahren" bezeichnet werden. "Man hat beiden Mannschaften den Abstiegskampf angemerkt", so der Übungsleiter weiter. Ein Punkt wäre durchaus für beide Mannschaften verdient gewesen – doch es sollte noch anders kommen.

Trostlose Situation

Nachdem sich alle mit diesem einen Punkt abgefunden hatten, schlugen die Bochumer über Blum nochmals einen Ball in den Dresdner Strafraum, wo Vitaly Janelt vor Nikolaou an den Ball kam und zum Lucky Punch einköpfen konnte (90+3.) – 1:2. Der Knockout. Auf die Frage, ob dies Pech sei, antwortete der resignierte und am Gegentor nicht unbeteiligte Verteidiger: "Das war die Kaltschnäuzigkeit von Bochum. Die nutzen ihre Chancen, wir nicht". Eine Situation, die als "ganz bitter" zu werten sei.

Eine schwierige Situation, um im Anschluss die richtigen Worte zu finden. Versucht hat es Cheftrainer Kauczinski im Spielerkreis nach dem Abpfiff, doch auch ihm blieb lediglich zu sagen, dass er "im Moment auch keinen Trost habe. Es ist keine Zeit für Durchhalteparolen. Wir müssen uns erstmal sammeln, analysieren und nach vorne schauen." Auch Nikolaou musste zugestehen, dass es bei Dynamo "insgesamt nicht reicht". Der Relegationsrang ist mittlerweile vier Punkte entfernt und könnte mit einem Karlsruher Sieg am Sonntag noch weiter entschwinden. Am kommenden Freitag wartet ein Auswärtsspiel bei Jahn Regensburg. Eine neue Chance, doch noch Hoffnung zu tanken – wenn auch nicht mehr allzu viele dieser Chancen bleiben.