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"Ein bisschen traurig": Das Ende der Paderborner Serie

Genau 386 Tage lang blieb des SC Paderborn in der heimischen Benteler-Arena ungeschlagen, bis der FC St. Pauli am Samstag alle drei Punkte mitnahm und die beachtliche Serie des Aufsteigers damit beendete. Trainer Steffen Baumgart war nach Spielende "ein bisschen traurig".

Die Chancen waren da

Über fehlende Torchancen konnte sich der SCP gegen die Kiezkicker nicht beklagen: Allein Sven Michel vergab in der ersten Halbzeit zwei Riesenchancen, als er erst an Pauli-Keeper Himmelmann (1.) und dann am Pfosten scheiterte (23.). Und auch Uwe Hünemeier hätte nach seinem Volley-Hammer gegen Magdeburg erneut treffen können, vergab dieses Mal jedoch (42.). Im zweiten Durchgang scheiterte Ben Zolinski völlig frei an Himmelmann (74.), ehe Hünemeier in der Nachspielzeit per Kopfball nur die Unterkante die Latte traf. Der Aufsteiger hätte wohl noch stundenlang weiterspielen können, ohne das Tor zu treffen.

Denn die letzte Konsequenz vor dem gegnerischen Kasten ließ die zweitbeste Offensive am Samstag vermissen. "Daraus müssen wir lernen", sagte Trainer Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz und zeigte sich über die Niederlage "ein bisschen traurig". Unzufrieden war er mit der Leistung seiner Mannschaft aber nicht: "Sie hat nicht aufgesteckt und ist immer wieder angerannt." Während das Pauli-Tor wie vernagelt schien, machte Alexander Meier auf der anderen Seite mit seinem Treffer in der 81. Minute den Unterschied.

Schiedsrichterin bringt Unglück

Damit musste sich der SC Paderborn erstmals seit der 0:1-Niederlage gegen Rot-Weiß Erfurt im Februar 2018 wieder zuhause geschlagen geben. Schiedsrichterin damals wie am Samstag: Bibiana Steinhaus. Kurios: In der Zwischenzeit hatte die den SCP nicht gepfiffenen. Doch an Steinhaus lag es jeweils nicht.

Mit der ersten Heimniederlage seit über einem Jahr ist auch zeitgleich die Erfolgsserie von zehn Punkten aus vier Spielen gerissen. In der Tabelle hat der Aufsteiger den Anschluss zum Relegationsplatz etwas verloren (sechs Punkte), steht als Siebter aber weiterhin gut da und kann sich bei Erzgebirge Aue am kommenden Samstag zurückmelden.