"Einen Schritt zu langsam" - Krämer kritisiert Foulspiele
Als wäre ein 0:4 gegen den Nachbarn und Ligakonkurrenten SC Paderborn nicht schon genug. Neben Marc Lorenz, Philipp Riese und Fabian Klos, die im Ostwestfalenderby allesamt ihre fünfte Gelbe Karte sahen, muss Arminia Bielefeld im Heimspiel gegen den FC Ingolstadt (Freitag, 18:30 Uhr) auch auf den rotgesperrten Patrick Schönfeld verzichten. Der DFB sperrte ihn wegen seinem Schubser gegen den Paderborner Christian Strohdiek für zwei Partien. Schönfeld erwies dem DSC damit einen Bärendienst. 60 Minuten mussten die Arminen folgerichtig in Unterzahl überstehen.
Klos verletzte Keeper Kruse
Gegenüber der "Neuen Westfälischen" suchte Arminias Trainer Stefan Krämer nach den Gründen für die Kartenflut gegen den SCP: "Wir waren häufig einen Schritt zu langsam und zu spät kamen zu spät in die Zweikämpfe. Da fehlte die Handlungsschnelligkeit." Auch die vielen Foulspiele seien ein Grund für die klare Niederlage: "Die Mannschaft, die im Derby die Nerven behält, wird in der Regel das Spiel entscheiden." Das harte Einsteigen von Stürmer Fabian Klos gegen Lukas Kruse sah Krämer ebenfalls als überhart an: "So darf er da nicht hingehen. In Heidenheim hat er für eine ähnliche Szene Rot gesehen." In der letzten Saison beendeten die Ostwestfalen ihre Auswärtspartie beim 1. FC Heidenheim mit nur noch neun Spielern. Zuvor agierte die Krämer-Elf ähnlich undiszipliniert. Nach der Aktion von Klos gegen den Paderborner Schlussmann musste dieser ausgewechselt werden. Kruse trug glücklicherweise nur eine Prellung davon.