"Einige Knoten geplatzt": Der HSV wieder in der Spur?
Der Hamburger SV konnte sich am Samstag nach einem umkämpften Spiel mit 2:1 gegen den kriselnden SV Darmstadt durchsetzen. Aufgrund des Negativtrends der vergangenen Wochen fiel die Freude bei den Hanseaten nach dem Spiel ausgesprochen groß aus.
"Hartes Stück Arbeit"
Dreimal in Folge verlor der HSV zuletzt, seit fünf Spielen gelang kein Sieg mehr. Es folgte der Absturz von den Aufstiegsplätzen und die Frage, ob der HSV wieder in alte Muster verfällt. Endgültig beantwortet ist diese Frage nach dem umkämpften 2:1-Erfolg gegen Darmstadt gewiss nicht, dennoch scheinen Selbstbewusstsein und Euphorie wieder an die Elbe zurückgekehrt. In Überzahl nach der Ampelkarte für Lilien-Verteidiger Herrmann (74.) und Ausgleich durch Kempe (78.) konnte in den letzten Minuten doch noch der Dreier klargemacht werden (87.).
"Das war heute ein hartes Stück Arbeit", gestand auch HSV-Youngster Wintzheimer, der in den vergangenen Wochen als einer der einzigen ansprechende Leistungen aufwies. Er teilte das Spiel dabei in die zwei Durchgänge: In der ersten Halbzeit "haben wir nicht so gut unsere Positionen besetzt", in der zweiten habe es die Mannschaft dann aber "besser gemacht". "Einige Knoten sind geplatzt", warnt Torjäger Simon Terodde, der mit seinem Doppelpack und den Treffern 10 und 11 maßgeblich zum Sieg beitragen konnte.
"Sieg für den Kopf, das Herz und das Gefühl"
Nahezu sentimental wurde nach dem Spiel Cheftrainer Daniel Thioune, der nach der Erfolglos-Serie teilweise schon wieder angezählt schien. "Dieser Sieg war für uns sehr wichtig. Nicht nur für die Tabelle, sondern für den Kopf, das Herz und das Gefühl", gab der ehemalige Osnabrücker Übungsleiter zu. Recht hatte er. Durch die Siege von Fürth, Bochum und Kiel blieb der HSV weiterhin auf dem 4. Platz. Der Sieg sorgte lediglich dafür, an diesem Trio dranzubleiben. Nur zwei Punkte trennen die Rothosen von der Spitze.
Entscheidend war für den 46-Jährigen, den "Ausgleich abzuschütteln, eine Reaktion zu zeigen und zurückzukommen". All dies gelang dem HSV. Auch Führungsspieler Terodde unterstrich die Wichtigkeit, "nach fünf sieglosen Spielen endlich wieder zu gewinnen". Lange aufhalten können sich die Hamburger mit dem Erfolg allerdings nicht. Bereits am Mittwoch erwartet sie ein Heimspiel gegen den SV Sandhausen, bei dem es nun gilt, den Trend der letzten Wochen endgültig ins Positive umzukehren.