Eintracht Braunschweig: Der Motor läuft noch nicht

Eintracht Braunschweig wartet im Jahr 2017 auf den ersten Sieg. Gegen Erzgebirge Aue reichte es trotz früher 1:0-Führung nicht für den lang ersehnten Dreier. Phil Ofosu-Ayeh besorgte in der zehnten Minute das 1:0 und verschuldete in der 57. Minute einen Handelfmeter, den Dimitrij Nazarov zum Endstand verwandelte.

Nur noch Vierter

So richtig ins Laufen gekommen ist der Eintracht-Motor nach der Winterpause noch nicht wieder. Zum zweiten Mal in Folge wurde ein Tabellenletzter im Eintracht-Stadion vorstellig und zum zweiten Mal sprang für die in der Hinrunde so heimstarken Braunschweiger kein Sieg heraus. So rutscht der BTSV in der Tabelle weiter ab, musste nun sogar Union Berlin vorbeiziehen lassen und findet sich nur noch auf Rang vier wieder. So "schlecht" war Braunschweig bisher in der gesamten Spielzeit noch nicht platziert.

"Insgesamt war das heute zu wenig von uns"

"Bei mir herrscht gerade schon ein wenig Gefühlschaos“, sagte Torschütze und Elfmeter-Verursacher Phil Ofosu-Ayeh unmittelbar nach dem Spiel. Nach der frühen Führung schafften es die Blau-Gelben erneut nicht, daraus Kapital zu schlagen. Stattdessen gaben sie – wie schon vergangene Woche in Nürnberg – das Zepter aus der Hand und überließen dem Gegner mehr Spielanteile. Daher lautete das Fazit von Ofosu-Ayeh: "Insgesamt war das heute zu wenig von uns.“ Auch Flügelspieler Ken Reichel fand keine Erklärung für den guten Beginn und das anschließende Nachlassen seiner Mannschaft: „Nach dem frühen Tor haben wir keinen richtigen Zugriff mehr bekommen und es wurde mit der Zeit immer schwerer.“  Alles andere als zufrieden war auch Torsten Lieberknecht: "Wenn man sich den Dreier vornimmt, dann ist man natürlich enttäuscht“, bekannte der Coach, der erneut seinen besten Torjäger Domi Kumbela nur von der Bank brachte. Direkt nach dem Ausgleich nach gut einer Stunde schickte Lieberknecht ihn aufs Feld um die Wende zu schaffen. Vergeblich, Kumbelas Jahr läuft wie das des gesamten Teams noch nicht optimal. Und so wartet der Stürmer weiter auf sein erstes Tor 2017.

Am kommenden Freitag (18:30 Uhr) steht für die Lieberknecht-Elf eine weitere unangenehme Aufgabe an. Die Niedersachsen reisen zum heimstarken SV Sandhausen (erst zwei Niederlagen in zehn Spielen). Es ist die nächste Chance auf den ersten Sieg in der Rückrunde.

 

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